Biomasse-Verband warnt vor Schließung von Holzkraftwerken

Wien (APA) - Vor dem Hintergrund auslaufender Tarif-Vergütungen heimischer Energielieferanten sieht der österreichische Biomasse-Verband die Bundesregierung in der Verantwortung. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Studie würde die Schließung der Holzkraftwerke die Österreicher rund 6.400 Arbeitsplätze kosten, die Rückkehr zu Erdgas würde zusätzlich 3 Mio. Tonnen CO2 verursachen.

Die Studie der Energieagentur im Auftrag der IG Holzkraft hat die volkswirtschaftlichen Effekte der 133 in Österreich betriebenen Holzkraftwerke untersucht und speziell die Folgen einer potenziellen Schließung sämtlicher Biomasse-Kraftwerke bis ins Jahr 2019 analysiert. So würden laut Studie im Jahr 2019 rund 269 Mio. Euro an Wertschöpfung verloren gehen.

Hingegen hätten die 133 Kraftwerke im Zeitraum 2002 - 2015 rund 6,5 Mrd. Euro an Wertschöpfung generiert. Würde man die Stromerzeugung aus Holzkraftwerken um ein Drittel auf 3 Terawattstunden erhöhen, könnte man zusätzlich 10.000 Arbeitsplätze schaffen - und zwar vor allem in strukturschwachen Regionen, wie IG-Holzkraft-Chef Hans-Christian Kirchmeier betont.

Angesichts dessen sehen der Biomasse-Verband und die IG Holzkraft die Bundesregierung in der Verantwortung. Es brauche endlich wirtschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen um die heimischen Potenziale nachhaltig nutzen zu können, fordert Kirchmeier. Derzeit stehe man vor der absurden Situation einer steigenden Importabhängigkeit und gleichzeitig möglichen Schließungen heimischer Kraftwerke, beklagt er.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker