Bio für Landwirte weniger attraktiv als erwartet

Wien/Wels - Die bei den Bio-Austria-Bauerntagen in Wels präsentierten Zahlen zur Entwicklung in der Branche bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Der Anteil der Bio-Bauern unter den heimischen Landwirten stieg zwar um einen Prozentpunkt auf 17 Prozent, das Plus fiel aber bedeutend geringer aus als erwartet.

So ging der Verband Bio Austria in seinen Prognosen noch davon aus, dass die Zahl österreichischer Bio-Landwirte rund um den Wechsel der Förderperiode bis auf 50.000 klettern könnte. Tatsächlich entschieden sich aber nur 1.000 Landwirte für einen Umstieg, ihre Zahl stieg somit auf knapp 20.000.

Bio-Austria-Obmann Rudi Vierbauch zeigt sich in den "Oberösterreichischen Nachrichten" dennoch positiv und spricht von einem "guten Zeichen". Die Zahl der Bio-Bauern würde nämlich am Anfang einer Förderperiode für gewöhnlich sinken und erst in den Folgejahren wieder steigen. "Auch in der Vergangenheit war das bei Perioden-Wechseln so", sagte Vierbauch gegenüber den "Salzburger Nachrichten". "Für 2016 sind wir optimistisch, dass der Anteil stark steigt." Die bis 2020 dauernde Periode beginnt heuer.

Für Kritik seitens der Branche sorgte der Entwurf einer neuen Bio-Verordnung der EU-Kommission, der strengere Regeln beim Umstieg auf Bio und bei den Grenzwerten von Pestizid-Rückständen vorsieht. Vierbauch warnte in diesem Zusammenhang vor einem möglichen "Krieg in den Dörfern". Dieser stehe im Raum, wenn man Bio-Bauern für Folgen konventioneller Landwirtschaft in ihrer Nachbarschaft verantwortlich mache.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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