Binladen schickt 77.000 Gastarbeiter heim

Riad - Der saudi-arabische Baukonzern Binladen hat laut einem Zeitungsbericht wegen finanzieller Schwierigkeiten zehntausende Gastarbeiter entlassen. Bis Sonntag hätten 77.000 der insgesamt rund 200.000 Gastarbeiter bei Binladen ihr Ausreisevisum erhalten, sagte ein namentlich nicht genannter "Verantwortlicher" zur Zeitung "Al Watan" vom Montag.

Den Job verlieren könnten demnach auch 12.000 bis 17.000 einheimische Angestellte, also Ingenieure, Verwaltungsfachleute oder Kontrolleure.

Die Binladen-Gruppe ist ein Familienunternehmen, das 1931 vom Vater des 2011 getöteten Al-Kaida-Chefs Osama Bin Laden gegründet worden war. Der Wert der derzeit laufenden Projekte betrage 136 Mrd. Riyal (31,85 Mrd. Euro), sagte der anonyme Hinweisgeber der Zeitung. Der Konzern war nach einem Unfall in Mekka im September 2015 in Ungnade gefallen: Ein Kran kippte wenige Tage vor der großen Pilgerfahrt bei Wind und Regen um, mehr als 100 Menschen wurden getötet.

In Saudi-Arabien kursierten bereits seit Tagen Gerüchte über Massenkündigungen von Gastarbeitern bei Binladen, über unbezahlte Arbeiter und Protestkundgebungen von Angestellten. Der von "Al Watan" zitierte Verantwortliche sagte vage, schuld an der Lage des Konzerns seien "die Unternehmen und die Ministerien für Arbeit und Finanzen". Ein Sprecher des Unternehmens wollte zu dem Zeitungsbericht keine Stellung nehmen.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro