Bilfinger verkaufte Polen-Geschäft an Porr

Der deutsche Baukonzern Bilfinger SE hat die Trennung vom Ingenieurbaugeschäft 2014 eingeleitet und nun seine Polen-Tochter an die österreichische Porr AG verkauft. Der Nettoveräußerungserlös (nach Abzug von verkaufsbezogenen Aufwendungen) für die Bilfinger Infrastructure S.A. habe rund 20 Mio. Euro betragen, teilte der Bauriese heute, Freitag, mit. Der Kaufpreis lag laut Porr bei 21,5 Mio. Euro.

Mit den etwa 20 Mio. Euro liege der Verkaufserlös unter dem aktuellen Buchwert von rund 25 Mio. Euro, so Bilfinger. Das Closing fand gestern, Donnerstag, statt. Der Deal braucht noch grünes Licht von den polnischen Kartellbehörden.

Das Polen-Geschäft (Division Infrastructure) hatte der deutsche Konzern heuer im Mai zum Verkauf gestellt; die Kaufverträge mit der Porr sind nun unterzeichnet. Die polnische Bilfinger mit Sitz in Warschau ist auf Ingenieurbau spezialisiert. Das Bauleistungsvolumen soll heuer gegenüber 2014 von 166 Mio. auf rund 170 Mio. Euro steigen.

Mit der Polen-Tochter ging auch die Bilfinger-Niederlassung in Norwegen mit rund 100 Mitarbeitern in die Hände von Porr über. Für den österreichischen Baukonzern bedeutet dies den Einstieg in einen neuen Markt. In Polen beschäftigt die Bilfinger Infrastructure 700 Mitarbeiter, die nun ebenfalls zur Porr gehören.

Der Verkauf der Bilfinger-Division Construction mit 1.900 Mitarbeitern und einer Jahresbauleistung von rund 600 Mio. Euro an den Schweizer Baukonzern Implenia war bereits Ende 2014 über die Bühne gegangen. Bilfinger will sich eigenen Angaben zufolge auf Engineering-Leistungen und Service für Industrieanlagen, Kraftwerke und Immobilien konzentrieren.

"Wir freuen uns, dass wir nach der Division Construction auch unsere Division Infrastructure an ein renommiertes europäisches Bauunternehmen veräußern konnten", so Bilfinger-Vorstand Joachim Enenkel am Freitag. Zuvor hatte Porr-Chef Karl-Heinz Strauss die Akquisition als "noch fehlenden Puzzlestein in unserem Portfolio" und " strategische Abrundung unserer Aktivitäten in Polen" bezeichnet. "Die Kompetenzen werden künftig unsere Tiefbau-Aktivitäten stärken", erwartet Strauss.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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