BIG steigerte Jahresgewinn 2017 um 20 Prozent auf 611 Mio. Euro

Wien (APA) - Die staatliche Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG), einer der größten Immobilienkonzerne Österreichs, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 um knapp 20 Prozent mehr verdient. Der Jahresgewinn stieg von 511,0 auf 611,4 Mio. Euro. Der Alleineigentümer, die Republik Österreich, soll vom 411,8 Mio. Euro schweren Dividendenvorschlag 230,1 Mio. Euro erhalten.

Der Rest der Dividende wird im Rahmen der Sonderprogramme mit Forderungen gegen gerechnet, geht aus dem am Freitag veröffentlichten BIG-Jahresbericht hervor.

Aufgrund gestiegener Mieterlöse und höherer Mieterinvestitionen stieg der Umsatz um 5,2 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro. "2017 war ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr für uns", so die BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss und Wolfgang Gleissner, in einer Presseaussendung.

Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg vor allem durch ein höheres Neubewertungsergebnis um 18,8 Prozent auf 882,7 (2016: 742,8) Mio. Euro. Die Funds from Operations (FFO) exklusive Transaktionsergebnis stiegen um 7,6 Prozent auf 491,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote lag mit 56,4 Prozent über dem Vorjahreswert.

Der BIG-Konzern, der mit Jahresbeginn vom Wirtschafts- ins Finanzministerium wechselte, umfasst insgesamt 2.201 Liegenschaften mit rund 7,2 Millionen Quadratmetern vermietbarer Fläche. 70 Prozent der Gebäude sind Schulen und Universitäten. Dazu kommen noch Spezialimmobilien. Mit Ausnahme des Kulturinstituts in New York und der Botschaft in Bern liegen alle Objekte in Österreich. Daneben werden noch Objekt & Facility Management-Dienstleistungen angeboten. Aufgrund der geänderten Eigentümervertretung werden Anpassungen der strategischen Ausrichtung erwartet.

Als einer der größten Auftraggeber im österreichischen Hochbau investierte die BIG im Vorjahr 539,9 Mio. Euro in Neubauten, Generalsanierungen und Instandhaltungen. Der Fair Value der Immobilien betrug zum Jahreswechsel 12,0 Mrd. Euro.

Ein wesentlicher Teil der Wachstumsstrategie sei die Wohnbauinitiative der ARE, in deren Tochtergesellschaft ARE Development zahlreiche Projektgesellschaften zur Schaffung neuen Wohnraums gegründet worden seien, betont die BIG. Bei mehreren Großprojekten sei zu bauen begonnen worden. Auch das bereits 2014 gestartete Sonderprogramm Universitäten werde in den kommenden Jahren einen besonderen Stellenwert einnehmen. Alle darin definierten 17 Universitätsprojekte seien spätestens Ende 2017 in Bau gegangen.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die BIG mit einer entsprechenden Geschäftsentwicklung. Insbesondere der Wohnimmobilienmarkt bleibe weiterhin von starker Nachfrage geprägt. Weitere Impulse kommen aus dem Bildungsbereich: 2018 wird mit den Bauarbeiten mehrerer Großprojekte wie dem Biologiezentrum der Universität Wien in St. Marx oder der Sanierung und Erweiterung der Pädagogischen Hochschule in Innsbruck begonnen.

Keine wesentlichen Änderungen werde es in Hinblick auf die Flüchtlingsunterbringung geben. Zum Jahresende 2017 wurden rund 103.000 Quadratmeter Mietvertragsfläche zur Flüchtlingsunterbringung durch Bundes-, Landes- und karitative Organisationen genutzt. Die laufenden Verträge wurden um drei Jahre mit Kündigungsmöglichkeit verlängert.

München/Toulouse (APA/Reuters) - Airbus und die EU wollen mit kleinen Änderungen an staatlichen Darlehen für den Flugzeugbauer drohende Sanktionen der USA umgehen. Airbus und die vier EU-Staaten Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien, in denen der Konzern produziert, ziehen damit die Konsequenzen aus dem jüngsten Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) zur Unterstützung der EU für Airbus.
 

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Airbus und EU-Staaten wollen Sanktionen der USA vermeiden

Wien/Linz (APA) - Im Grasser-Korruptionsprozess geht es neben der Millionen-Zahlung bei der Buwog-Privatisierung auch um eine Zahlung von 200.000 Euro beim Linzer Bürohaus Terminal Tower - laut Anklage beides Schmiergeld. Der Aufsichtsratschef der Raiffeisenlandesbank OÖ hat 2012 die Vorgänge bei Buwog und Terminal Tower prüfen lassen, bei der Linzer Causa fanden die Prüfer Verdächtiges, berichtet der "Standard".
 

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Grasser-Prozess - Raiffeisen fand Verdächtiges im eigenen Haus

Kiew (APA/dpa) - Nach einer Welle der Entrüstung in der Ukraine hat die Hauptstadt Kiew Logos des russischen Gaskonzerns Gazprom von Bannern für das Champions-League-Finale am Samstag entfernen lassen. Der europäische Fußballverband (UEFA) habe das Vorgehen der Stadtverwaltung gebilligt, teilte der für die Vorbereitungen zuständige Stadtvertreter Andrej Miroschnitschenko am Dienstag per Facebook mit.
 

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Fußball: Kiew entfernte Gazprom-Logos vor Champions-League-Finale