Bifie-Direktoren erhielten fünf Monatsgehälter "Abgangsentschädigung"

Wien (APA) - Martin Netzer und Christian Wiesner haben für ihren vorzeitigen Rücktritt von der Spitze des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) eine "Abgangsentschädigung" von jeweils fünf Monatsgehältern erhalten, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Die beiden waren vor ihrem Abgang nur etwas mehr als ein Jahr im Amt.

Wien (APA) - Martin Netzer und Christian Wiesner haben für ihren vorzeitigen Rücktritt von der Spitze des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie) eine "Abgangsentschädigung" von jeweils fünf Monatsgehältern erhalten, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage durch Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ). Die beiden waren vor ihrem Abgang nur etwas mehr als ein Jahr im Amt.


Netzer und Wiesner mussten nach mehreren Pannen bei der Generalprobe zur Zentralmatura sowie angeblichen Datenschutzproblemen, die u.a. fast zur Absage der österreichischen Teilnahme an der PISA-Studie geführt hätten, im August vorzeitig den Hut nehmen. Eigentlich hätte ihr Vertrag bis 2018 laufen sollen. In der Anfragebeantwortung betont die Ministerin trotz des Verweises auf die "Abgangsentschädigung" von fünf Monatsgehältern, dass für den vorzeitigen Rückzug der beiden Direktoren "keine Anreize angeboten" worden seien. Jeder der Posten war mit 150.000 Euro Jahresgehalt dotiert.


Netzer, Ex-Kabinettschef der früheren Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (ÖVP), war im Bifie für Zentralmatura und den Nationalen Bildungsbericht verantwortlich, sein der SPÖ zugerechneter Ko-Direktor Wiesner vor allem für internationale Testungen wie die PISA-Studie und die Bildungsstandards. Beide haben ein Rückkehrrecht auf einen ihrer früheren Stelle gleichwertigen Posten: Netzer war zuletzt stellvertretender Sektionsleiter im Bildungsministerium. Wiesner, zuvor Leiter des Zentralen Management und Services im Bifie, soll im Bundesinstitut künftig die Organisationseinheit "Netzwerk angewandte Forschung und Lehre" zur Vernetzung des Bifie mit Unis, Pädagogischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen leiten.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne