BHP Billiton schreibt US-Schiefergasanlagen für 7,2 Mrd. Dollar ab

Wegen des drastischen Ölpreisverfalls schreibt der Rohstoffriese BHP Billiton weitere Schiefergas-Anlagen in den USA ab. Das Unternehmen müsse 7,2 Mrd. Dollar (6,6 Mrd. Euro) vor Steuern abschreiben, weil seine Anlagen unter den Folgen des Preisverfalls für Öl und Schiefergas litten, teilte BHP Billiton am Freitag mit. Nach Steuern bedeute dies einen Verlust von 4,9 Mrd. Dollar.

Gleichzeitig werde die Zahl der Förderanlagen in den USA im ersten Quartal 2016 von sieben auf fünf verringert, kündigte das australisch-britische Unternehmen, das zu den größten Öl- und Gasunternehmen weltweit zählt.

Vor einem Jahr waren es noch 26 Anlagen gewesen. 2011 hatte der Konzern im Zuge des Fracking-Booms 20 Mrd. Dollar in Anlagen für Schiefergas und Schieferöl in den USA investiert.

Konzernchef Andrew Mackenzie begründete die Abschreibungen mit dem "starken Auf und Ab und den sehr viel schwächeren Preisen" für Öl und Gas. Das Unternehmen habe schnell reagiert und die Betriebs-und Investitionskosten sowie die Zahl der Förderanlagen in den USA gesenkt. Der dramatische Preisverfall habe das Unternehmen nun aber zu "dieser enttäuschenden Abschreibung" veranlasst.


Der Ölpreis fällt bereits seit Mitte 2014; von damals rund 100 Dollar pro Barrel (zu 159 Liter) rutschte er auf derzeit unter 31 Dollar. Allein seit Jahresbeginn gab er um mehr als 15 Prozent nach. Hintergrund ist ein Überangebot am Markt, gepaart mit einer verhaltenen Nachfrage. Hinzu kommen derzeit Sorgen um die Konjunktur in China, dem größten Ölverbraucher der Welt.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne