Betrügerische Firma mit neuer Masche ertappt

Wien (APA) - Sozialbetrug, Schwarzarbeit, Lohn- und Sozialdumping: Das wirft die Finanz einer Wiener Reinigungsfirma vor, die ihr ins Netz gegangen ist. Befragungen von Reinigungskräften nach zeitgleichen Kontrollen Mitte März bei Hotels in Wien und Niederösterreich hätten die Verdachtslage erhärtet, so das Finanzministerium am Montag. Die Art des Betrugs ist für die Ermittler neu. Die Ermittlungen dauern an.

Laut dem Ministerium hatten 15 der insgesamt 21 kontrollierten Dienstnehmer keine Arbeitsbewilligung und waren auch nicht bei der Sozialversicherung angemeldet. Die Reinigungsfirma verwendete die Identitäten ihrer Dienstnehmer mehrfach für illegale Arbeitskräfte. Das Unternehmen verstieß damit auch gegen das Ausländerbeschäftigungsgesetz sowie das Einkommensteuergesetz.

"Die Betrugsmasche mit den mehrfach verwendeten Identitäten ist neu für uns und zeigt, dass die Methoden der Betrüger immer ausgefeilter werden", so der Leiter der Finanzpolizei Wien, Franz Kurz. Ins Rollen kamen die Ermittlungen nach einer anonymen Anzeige.

Zwei Reinigungskräfte ohne gültigen Aufenthaltstitel wurden von der Polizei in Schubhaft genommen, darüber hinaus wurde eine Anzeige nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz gestellt. Der slowenische Geschäftsführer des Unternehmens wurde noch nicht dingfest gemacht. Er soll derzeit nicht in Österreich sein. Er könnte nur ein Strohmann sein. "Tatsächlich dürften zwei Serben - Vater und Sohn - die Fäden in der Hand haben, auch die meisten Reinigungskräfte sind serbischer Herkunft", hieß es in der Aussendung des Ministeriums. Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) zeigte sich mit dem Ergebnis der Aktion zufrieden und gratulierte der Finanzpolizei.

Wie viele Mitarbeiter das Reinigungsunternehmen insgesamt hat, blieb auf Anfrage im Finanzministerium am Montagnachmittag vorerst genau so offen wie eine Antwort auf die Frage, ob der Aufenthaltsort der verdächtigen Serben bekannt ist.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

Newsticker

US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

Newsticker

Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen