Betriebsrat und IG Metall attackieren Siemens-Führung

München (APA/dpa) - Der Konflikt um die geplanten Einschnitte in zwei Sparten des Elektrokonzerns Siemens in Deutschland verschärft sich zusehends. In einem offenen Brief an Siemens-Chef Joe Kaeser und Personalchefin Janina Kugel warfen Siemens-Gesamtbetriebsratschefin Birgit Steinborn und IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner der Konzernführung eine indirekte Kommunikation über die Medien vor.

Das sei "unwürdig und beschämend" und ein "Schlag ins Gesicht der Mitarbeiter und der Mitbestimmungskultur". Das geht aus dem Beschäftigten-Forum "Siemens Dialog" der IG Metall hervor.

So sei der 16. November als Termin für die entscheidende Sitzung des Wirtschaftsausschusses dem Gesamtbetriebsrat erst mitgeteilt worden, nachdem er bereits in den Medien verbreitet gewesen sei, hieß es in dem Internet-Forum. In dem Ausschuss wird die Konzernführung die Arbeitnehmervertreter über die Details der Pläne informieren. Danach sollen sie auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Siemens will in der Kraftwerkssparte sowie im Geschäftsfeld Prozessindustrie und Antriebe wohl mehrere tausend Jobs streichen, über bis zu 4.000 gefährdete Stellen wird spekuliert. Die IG Metall hatte Widerstand gegen die Pläne angekündigt und plant zur Bilanz-Pressekonferenz an diesem Donnerstag (9. November) auch eine Protestaktion vor der Konzernzentrale in München.

Steinborn und Kerner appellierten an die Siemens-Führung, Alternativen für die beiden Sparten sowie für die deutschen Standorte zu erarbeiten: "Unsere Belegschaften müssen beteiligungsorientiert und fair einbezogen werden", hieß es. Die Energieerzeugung bleibe ein global wachsender Markt, für den neue Geschäftsmodelle und Produkte entwickelt werden müssten, um Beschäftigung und Know-how in Deutschland zu sichern.

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP), Walter Meischberger, Peter Hochegger und andere begab sich heute die Richterin auf die Spur einer Immobilieninvestmentvereinbarung zwischen Meischberger und dem mitangeklagten Makler Ernst Karl Plech. Die mit 2006 datierte Vereinbarung wurde laut Anklage erst im Herbst 2009 erstellt und unterschrieben.
 

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Grasser-Prozess - Richterin folgt Spur der Immoinvestvereinbarung

Wien (APA) - Die Kollektivvertragsverhandlungen der Metaller sind am Dienstag in die dritte Runde gegangen. Kurz vor Beginn der Gespräche bestätigte sich, dass die Fronten weiterhin verhärtet sind und am heutigen Verhandlungstag nicht mit einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu rechnen sein dürfte. Für Freitag ist gegebenenfalls eine weitere Verhandlungsrunde angesetzt.
 

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Metaller-KV - Standpunkte in dritter Runde noch weit auseinander

Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Der nach einer Klage wegen Marktmanipulation vereinbarte Vergleich zwischen Tesla-Chef Elon Musk und der US-Börsenaufsicht ist perfekt. Der zuständige Richter Alison Nathan stimmte dem Kompromiss am Dienstag in New York zu, wie aus Gerichtsdokumenten hervorgeht. Dabei hatte der Starunternehmer die Aufseher jüngst noch bei Twitter verspottet.
 

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Richter stimmt Einigung zwischen Tesla-Chef und Börsenaufsicht zu