Berlusconi hat Politik noch nicht satt: "Werde wieder kandidieren"

Trotz seiner zahlreichen Konflikte mit der Justiz denkt Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi nicht an einen Rückzug aus der Politik. Sobald er seine Strafe wegen Steuerbetrugs abgebüßt habe, wolle er wieder als Kandidat bei den Parlamentswahlen antreten, sagte der Medienmogul in einem am Freitag vom TV-Sender "Canale 5" gesendeten Interview.

"Wenn jemand wirklich denkt, dass ich die Politik verlasse, kennt er mich nicht. Ich habe mich Millionen Wählern verpflichtet, weiterzumachen. Ich werde nicht erlauben, dass Italien einen Kurs einschlägt, den meine Wähler nicht wollen. Ich werde kandidieren, sobald meine verheerende Verurteilung wegen Steuerbetrugs vom Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) aufgehoben wird", erklärte der 78-Jährige.

Der Ex-Premier versammelte diese Woche in Rom seine Senatoren und beriet mit ihnen über die künftige politische Strategie seiner Oppositionspartei im Parlament und im Hinblick auf die Regionalwahlen 2015. Dabei dementierte der Mitte-rechts-Politiker Gerüchte, nach denen er seine geschwächte und von internen Feindseligkeiten gebeutelte Partei Forza Italia auflösen könnte. "Nach all dem, was ich in meinem Leben unternommen habe, kann ich nicht gerade jetzt die politische Arena verlassen", versicherte Berlusconi.

Im August 2013 war Berlusconi wegen Steuerbetrugs letztinstanzlich zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Daraufhin war er im November 2013 aus dem Parlament ausgeschlossen worden. Wegen einer Amnestie wurde die Strafe auf ein Jahr reduziert. Als alternative Strafmaßnahme leistet Berlusconi seit Mai einmal wöchentlich Sozialdienst.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro