Berlin-Flughafen BER erhält neuen Eröffnungstermin

Berlin (APA/dpa) - Das Warten auf den Start des neuen deutschen Hauptstadtflughafens dürfte noch mehrere Jahre dauern. Heute will sich der Aufsichtsrat nach mehreren geplatzten Eröffnungsterminen wieder auf ein Datum festlegen. Eine Inbetriebnahme vor 2020 gilt wegen ausstehender Arbeiten, Tests und Abnahmen im Terminal als unwahrscheinlich.

Nach deutschen Medienberichten will Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup in der Sondersitzung vorschlagen, im Herbst 2020 mit dem BER an den Start zu gehen. Auch eine Eröffnung im Frühjahr 2021 war vorab im Gespräch.

"Das Flughafen-Projekt BER braucht endlich eine klare Perspektive", forderte die regionale Wirtschaft vor der Sondersitzung. Die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg verlangte außerdem, dass die Flughafengesellschaft wieder einen Bau-Geschäftsführer bekommt - einen solchen Posten hatte der Aufsichtsrat zuletzt abgelehnt. "Mit jedem Tag, an dem der BER nicht in Betrieb ist, verschenken Berlin und Brandenburg Chancen", warnte die Vereinigung.

Eigentlich sollte der Flughafen nach fünf Jahren Bauzeit 2011 in Betrieb gehen. Sämtliche Eröffnungstermine sind seitdem jedoch gekippt, weil Planungsfehler, Baumängel und Technikprobleme abzuarbeiten sind. Spektakulär platzte die geplante Inbetriebnahme 2012, die keine vier Wochen zuvor abgesagt werden musste. Der Aufsichtsrat will den neuen Termin am frühen Abend (voraussichtlich 17.00 Uhr) verkünden.

Eine neue Finanzplanung soll es aber erst im Frühjahr 2018 geben. Die Kosten für das Flughafen-Projekt sind seit Baubeginn 2006 von 2 Milliarden auf 6,5 Milliarden Euro gestiegen, zum Teil auch wegen der deutlichen Vergrößerung des Airports.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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