Bericht: Siemens will bei Gamesa-Deal französische Areva herauskaufen

Siemens könnte nach einem Zeitungsbericht für die geplante Übernahme des spanischen Windkraftanlagenbauers Gamesa mehr Geld auf den Tisch legen als ursprünglich geplant.

Knackpunkt des Deals ist das komplizierte Beteiligungsgeflecht um Gamesa. Siemens-Chef Joe Kaeser solle bereit sein, auch den französischen Energiekonzern Areva aus einem Joint Venture mit Gamesa herauszukaufen, um den Deal unter Dach und Fach zu bringen, wie die "Süddeutsche Zeitung" ("SZ"/Dienstag) berichtete.
Damit würde Siemens am Ende mehr bekommen als geplant - eine Übernahme der Windkraftgeschäfte von Areva sei nämlich zunächst nicht angedacht gewesen. Ein Siemens-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.
Vor zwei Jahren gründete Gamesa ein Gemeinschaftsunternehmen für Anlagen auf hoher See ("Offshore") mit dem derzeit kriselnden französischen Energiekonzern und Kraftwerksbauer, der zu 85 Prozent dem französischen Staat gehört. Die Areva-Anteile am Joint Venture wurden bei Gründung mit rund 280 Mio. Euro bewertet. Heute wollen die Franzosen dafür dem Bericht zufolge aber wohl mehr haben.
Der mit knapp 20 Prozent größte Aktionär von Gamesa, der spanische Energiekonzern Iberdrola, fordert dem Bericht zufolge zunächst eine Abstimmung mit Paris - damit die Fusion nicht hinterrücks platzt und die eigenen Anteile im Wert abrutschen lässt. Dem Vernehmen nach will Siemens Iberdrola ein 10-Prozent-Paket an Gamesa abkaufen, um letztlich die Mehrheit an dem geplanten Weltmarktführer bei Windkraftanlagen zu haben.
Laut "SZ" unternimmt die Siemens-Führung einiges, um Paris von den eigenen Plänen zu überzeugen. So sei Kaeser in der vergangenen Woche selbst zum Gespräch beim französischen Wirtschaftsminister Emmanuel Macron gewesen. In dieser Woche mache Aufsichtsratschef Gerhard Cromme seine Aufwartung im Elysée-Palast.

Brüssel/Mountain View /Menlo Park (APA/dpa) - Trotz Widerständen aus anderen EU-Ländern will der französische Präsident Emmanuel Macron sein Vorhaben einer Besteuerung von Internet-Giganten vorantreiben. Er setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit Deutschland, sagte Macron beim EU-Gipfel in Brüssel am Freitag. Es sei ein Problem, dass große Internetfirmen in manchen Mitgliedstaaten bisher keine Mehrwertsteuer zahlten.
 

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