Bericht: Nintendo wird Produktion der Wii U einstellen

Der japanische Videospielekonzern Nintendo wird die Produktion seiner Spielekonsole Wii U einem Bericht zufolge wegen mangelnder Nachfrage bald einstellen. Von der Wii U seien seit dem Start Ende 2012 nur 12,6 Mio. Stück verkauft worden, das sei weit vom Erfolg des Vorgängermodells Wii mit mehr als 100 Millionen verkauften Exemplaren entfernt, berichtete das Wirtschaftsblatt "Nikkei" am Mittwoch.

Grund für die schlechten Zahlen sei ein Mangel an attraktiven Spielen für die Konsole. Der Controller der Wii U wird über einen berühungsempfindlichen Bildschirm gesteuert, diese komplizierte Funktion habe viele Spieleentwickler abgeschreckt, berichtete "Nikkei".

Normalerweise wird eine Spielekonsole erst nicht mehr hergestellt, wenn ein Nachfolgemodell schon einige Zeit auf dem Markt ist. Nintendo will laut dem Bericht von diesem Usus abweichen - und sich auf eine neue Spielekonsole konzentrieren. Über die Konsole - Arbeitstitel: NX - ist bis jetzt nichts bekannt. Nintendo hatte aber vergangenes Jahr Einzelheiten dazu in diesem Jahr angekündigt.

Das Unternehmen wollte den Bericht der Wirtschaftszeitung am Mittwoch nicht kommentieren. Neuigkeiten könnte es am 27. April geben, wenn der Konzern seine Jahreszahlen veröffentlicht. Nintendo hatte Ende Februar bereits gewarnt, der Gewinn werde im Vorjahresvergleich um fast 60 Prozent auf umgerechnet 136 Mio. Euro fallen.

Nintendo hat den Medienbericht dementiert. Das Unternehmen plane, die Produktion im kommenden Geschäftsjahr und darüber hinaus fortzusetzen, erklärte eine Sprecherin der japanischen Website "IT Daily". Von der Ende 2012 gestarteten Wii U verkaufte Nintendo bisher 12,6 Millionen Geräte. Sie ist damit deutlich weniger erfolgreich als die konkurrierenden Konsolen Playstation 4 von Sony und Xbox One von Microsoft und unterschritt auch die eigenen Erwartungen des Konzerns. Von der 2006 gestarteten Vorgänger-Konsole Wii hatte Nintendo noch mehr als 100 Millionen Geräte verkauft.

Nintendo macht gerade seine ersten Schritte auf Smartphones mit der App "Miitomo", bei der man spielerisch mit Freunden kommunizieren kann. Zum Start in Japan gewann sie in drei Tagen die erste Million Nutzer, die Nintendo-Aktie machte daraufhin einen Sprung von acht Prozent. Nintendo bot bisher grundsätzlich nur Spiele für eigene Geräte an. Demnächst soll auch eine Smartphone-App erscheinen, bei der auf dem Display virtuelle "Pokemon"-Figuren in die reale Umgebung eingeblendet werden.

Athen (APA/dpa-AFX) - Ein Russe, der mit digitalen Währungen wie Bitcoin einen Milliardenbetrug begangen haben soll, soll an die USA ausgeliefert werden. Das beschloss der höchste griechische Gerichtshof (Areopaag) am Mittwoch in letzter Instanz, wie das griechische Staatsradio berichtete.
 

Newsticker

Milliardenbetrug mit Bitcoin: Verdächtiger soll ausgeliefert werden

Wien (APA) - Die Wiener Wirtschaftskammer legt ihre Standorte zusammen. Die zehn Locations, auf die die Interessensvertretung derzeit verteilt ist, sollen aufgelassen und alle Organisationen in einem Bürogebäude am Austria Campus im zweiten Bezirk konzentriert werden. Das soll kommenden Mittwoch im Präsidium auf Vorschlag von Präsident Walter Ruck beschlossen werden, berichteten mehrere Medien am Mittwoch.
 

Newsticker

Wiener Wirtschaftskammer legt Standorte zusammen

Wien (APA) - Kanzler Christian Kern (SPÖ) hat sich am Mittwoch in der Plenardebatte des Nationalrats schon einmal als Oppositionsführer versucht. Der SPÖ-Chef warnte wortreich vor einer Einstellung der Aktion 20.000 für ältere Arbeitslose und prophezeite ein Volksbegehren für ein allgemeines Rauchverbot in der Gastronomie. Letzteres Thema ließen Schwarz und Blau aus, bei der Aktion 20.000 ist man skeptisch.
 

Newsticker

Nationalrat: Zukunft der Aktion 20.000 bleibt unklar