Walmart streckt Fühler nach Versicherer Humana aus

Bentonville (Arkansas) (APA/dpa/) - Der größte US-Einzelhändler Walmart erwägt einem Zeitungsbericht nach die Übernahme des Versicherungsriesen Humana. Die Konzerne hätten bereits Verhandlungen eingeleitet, schrieb das "Wall Street Journal" am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf Insider. Die Gespräche seien allerdings in einem frühen Stadium. Es sei unklar, wie ein Deal konkret aussehen könnte und ob einer zustande käme.

Walmart und Humana äußerten sich zunächst nicht. Walmart habe Humana dazu im März angesprochen und es würden derzeit Gespräche in einem frühen Stadium geführt, sagte eine mit der Sache vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters.

Sollte es zu einem Kauf kommen, hätte er gewaltige Ausmaße: Humana hat derzeit einen Börsenwert von rund 37 Mrd. Dollar (30,03 Mrd. Euro), Walmart von rund 264 Mrd. Dollar (214,27 Mrd. Euro). Für Walmart wäre dies mit Abstand die größte Akquisition der bisherigen Konzerngeschichte. Durch die Übernahme würde der Shopping-Gigant zu einem der größten Krankenversicherer in den USA werden - ein Schritt, der beide Branchen gründlich umwälzen dürfte.

Die beiden Unternehmen haben bereits enge Geschäftsbeziehungen. So können Humana-Versicherte bis zu 20 Prozent der Medikamenten-Kosten sparen, wenn sie die Mittel bei Walmart kaufen. Der Einzelhändler hofft, dass durch eine engere Verbindung mehr Humana-Versicherte den Weg in Walmart-Filialen auch für allgemeine Einkäufe finden.

Die Aktien von Walmart gerieten nachbörslich leicht ins Minus, während die Papiere von Humana um 10 Prozent zulegten. Analysten halten es für wahrscheinlich, dass Einzelhändler und Versicherer im schärfer werdenden Wettbewerb mit dem Online-Riesen Amazon zusammenrücken - sofern es die US-Kartellwächter zulassen. Im Dezember hatte die große Apotheken- und Drogeriekette CVS bereits den 69 Mrd. Dollar schweren Kauf des Humana-Rivalen Aetna angekündigt. Anfang 2017 hatte ein Bundesgericht untersagt, dass Aetna Humana für 37 Mrd. Dollar kauft. Grund waren Wettbewerbsbedenken.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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