Bericht: May will Kabinettsposten für Brexit ohne Abkommen schaffen

London (APA/dpa) - Die britische Premierministerin Theresa May will einem Medienbericht zufolge einen neuen Posten im Kabinett für die Vorbereitung eines Brexit ohne Abkommen schaffen. Der Schritt sei ein Signal an Brüssel, dass es London ernst meine, die EU auch dann zu verlassen, falls die Brexit-Verhandlungen scheiterten, hieß es in einem Bericht des "Telegraph" am Montag.

Für diesen Fall wird mit schwerwiegenden Konsequenzen für die britische Wirtschaft und andere Bereiche gerechnet. Die neue Position werde die eines Staatssekretärs im Brexit-Ministerium sein, so der Bericht.

Im Zuge einer Kabinettsumbildung diese Woche wird mit weiteren personellen Veränderungen in Mays Regierung gerechnet. Berichten zufolge könnten bis zu sechs Minister abgelöst oder versetzt werden. Als Wackelkandidaten gelten Justizministerin Justine Greening, Wirtschaftsminister Greg Clark und Andrea Leadsom, die als Fraktionssprecherin an Kabinettssitzungen teilnimmt.

Außenminister Boris Johnson, Schatzkanzler Philip Hammond, Innenministerin Amber Rudd und Brexit-Minister David Davis sollten den Berichten zufolge auf ihren Posten bleiben.

Als heißer Kandidat für die Nachfolge von Damian Green als Kabinettschef und stellvertretender Regierungschef gilt Gesundheitsminister Jeremy Hunt. Green war wegen Belästigungsvorwürfen und Berichten über Pornografie auf seinen Dienstrechnern unter Beschuss geraten und hatte kurz vor Weihnachten den Hut genommen.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker