Bericht: Daimler und BMW legen auch Mobilitätsdienste zusammen

Hamburg/Stuttgart/München (APA/dpa) - Die Rivalen Daimler und BMW legen laut einem Medienbericht neben ihren Carsharing-Anbietern Car2go und DriveNow auch andere Mobilitätsdienste zusammen. In ein Gemeinschaftsunternehmen sollen auch die Taxi- und Mobilitäts-Apps Mytaxi und Moovel von Daimler sowie der Parkdienst ParkNow von BMW einfließen, wie das "Manager Magazin" am Donnerstag unter Berufung auf Konzernkreise berichtete.

Die Konzerne hätten seit mehr als einem Jahr über Details verhandelt und seien sich nun einig geworden - das Zusammengehen stehe kurz bevor. Daimler und BMW sollen jeweils 50 Prozent der Anteile halten. Ein BMW-Sprecher wollte die Informationen nicht kommentieren, eine Daimler-Sprecherin wollte sich zu "Medienspekulationen" nicht äußern.

Seit Monaten gibt es Gerüchte über ein Zusammengehen der beiden Konkurrenten bei ihren Carsharing-Töchtern. BMW hatte zuletzt den Partner Sixt beim Anbieter DriveNow herausgekauft, Daimler den Partner Europcar bei Car2go. DriveNow und das größere Car2go kommen zusammen derzeit auf rund 4 Millionen Kunden. Bei Mobilitätsdiensten gilt Größe als entscheidendes Kriterium: Die auf dem Weltmarkt dominierende Konkurrenz der US-Fahrdienstvermittler Uber und Lyft sowie der chinesische Anbieter Didi Chuxing haben ein Vielfaches der Kunden.

Am Mittwoch hatte BMW-Vorstand Peter Schwarzenbauer auf der Bilanz-Pressekonferenz gesagt, man habe den Schritt der Komplettübernahme nicht gemacht, um nun in Stillstand zu verfallen. Ein Gemeinschaftsunternehmen bedarf der Zustimmung von Behörden - danach soll das Unternehmen mit Sitz in Berlin an den Start gehen. Es werde mit deutlich mehr als einer Milliarde Euro bewertet, hieß es im Bericht des "Manager Magazins". Mittelfristig sei auch ein Börsengang denkbar.

Düsseldorf/Göteborg (APA/Reuters) - Der Autobauer Volvo Cars, der nach einem Gewinnsprung im Quartal weiter auf Rekordkurs ist, will durch Produktionsverlagerung US-Zölle auf Importe aus China umgehen. Der SUV XC60 für den US-Markt werde künftig in Europa und nicht mehr in China gefertigt, sagte Firmenchef Hakan Samuelsson am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Die Verlagerung habe bereits begonnen.
 

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Autobauer Volvo verlagert wegen US-Zöllen SUV-Produktion nach Europa

Brüssel (APA) - EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström hat im Rahmen einer Veranstaltung über den Marshall-Plan die Bedeutung der Zusammenarbeit im Handel mit den USA beschworen. "Wir stehen heute an einer Wegkreuzung für den offenen globalen Handel." Sie hoffe, die USA werden mit der EU das Vertrauen in das multilaterale Handelssystem wieder aufbauen.
 

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Strafzölle - Malmström beschwört Zusammenarbeit im Handel

Berlin (APA/Reuters) - Das Münchner Ifo-Institut kritisiert die neuen EU-Schutzzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte als kontraproduktiv. "Sie richten mehr Schaden an als Nutzen", erklärte Ifo-Außenwirtschaftschef Gabriel Felbermayr am Donnerstag. "Die Schutzzölle sind keineswegs Ausdruck ökonomischer Vernunft, sondern der Lobbystärke der Stahlbranche."
 

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Ifo-Institut kritisiert EU-Schutzzölle - "Mehr Schaden als Nutzen"