Bereits jede vierte Maschine in deutscher Industrie vernetzt

Hannover (APA/dpa) - Jede vierte Maschine in der deutschen Industrie ist laut einer aktuellen Studie des Bitkom zufolge bereits "smart" und vernetzt. Jedes zweite Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe nutzt demnach schon Anwendungen für die sogenannte Industrie 4.0 mit ihrer breiten Vernetzung von Technik.

"In den vergangenen Jahren hat sich in Sachen Industrie 4.0 viel getan", sagte Achim Berg, Präsident des Digitalverbands. Die Kommunikation unter vernetzten Maschinen sei "in den Fabriken Realität". In Hannover dreht sich auf der am Montag beginnenden Industriemesse alles rund um die vernetzte Zukunft der Industrie.

Mit Hilfe von Sensoren, der Analyse großer Datenmengen und neuen Technologien wie etwa dem 3D-Druck ist der digitale Wandel in der Industrie inzwischen weit fortgeschritten. Die Unternehmen erhofften sich vor allem, Fertigungsprozesse zu optimieren, Kosten zu senken und damit wettbewerbsfähig zu bleiben, hieß es in Hannover. Mehrheitlich (79 Prozent) gehen die Unternehmen der Studie zufolge dabei strategisch vor.

Lediglich 55 Prozent hätten jedoch eine Strategie für das gesamte Unternehmen, 42 Prozent nur für einzelne Bereiche. Alte Geschäftsmodelle würden gerade in Zeiten der Hochkonjunktur noch gut funktionieren, sagte Berg. "Um das volle Potenzial von Industrie 4.0 auszuschöpfen, müssen aber alle Bereiche konsequent digital aufgestellt werden." Nur so könne man seinen Kunden neue datenbasierte "Smart Services" bieten.

Unternehmen hätten allerdings zunehmend Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu finden, so der Bitkom. Besonders Großunternehmen seien davon betroffen. Laut Studie wurden etwa jedem fünften Industriekonzern mit 500 und mehr Mitarbeitern bereits Fachkräfte abgeworben. 53 Prozent der befragten Unternehmen wollen in diesem Jahr ihre Mitarbeiter für Industrie 4.0 selbst weiterbilden. Entscheidend für den Erfolg werde es sein, die Menschen für den digitalen Wandel zu gewinnen, sagte Berg.

Für die repräsentativen Ergebnisse wurden Produktionsleiter, Vorstände oder Geschäftsführer von 553 Industrieunternehmen ab 100 Mitarbeitern im Auftrag des Bitkom im Vorfeld der Hannover Messe befragt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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