ver.di will von Benko nach Kaufhof-Schlappe Bekenntnis zu Karstadt

Die deutsche Gewerkschaft verd.di hat René Benko aufgefordert ein klares Bekenntnis zur Warenhauskette Karstadt und den Beschäftigten abzugeben und zu investieren - statt nur den Rotstift anzusetzen.

Düsseldorf. Die Arbeitnehmer bei Karstadt fordern nach der Niederlage des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko im Übernahme-Rennen um den Mitbewerber Kaufhof ein klares Bekenntnis des Eigentümers zur Zukunft von Karstadt. Benkos Holding Signa müsse umgehend in die Warenhauskette und in die Beschäftigten investieren, sagte ver.di-Vertreter Arno Peukes am Mittwoch.

Gesamtbetriebsrat und ver.di stünden bereit, "um gemeinsam mit der Eigentümerseite die jetzt notwendigen Veränderungen zu gestalten". Der österreichische Immobilieninvestor Benko hatte für Kaufhof geboten, die Konzernmutter Metro entschied sich aber für den nordamerikanischen Handelsriesen Hudson's Bay. Dieser kündigte Investitionen in den Karstadt-Konkurrenten an und plant, den Marktanteil von Kaufhof auszubauen. Benko will sich nun darauf konzentrieren, Karstadt voranzubringen. "Wir freuen uns auf einen fairen Konkurrenzkampf unserer Warenhäuser", sagte Karstadt-Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt.

Der Tiroler Investor hatte Karstadt im vergangenen Jahr übernommen und danach den Rotstift angesetzt. Das Aus für einige Warenhäuser, etwa in Stuttgart, Recklinghausen und Bottrop, ist bereits verkündet. ver.di hatte erst im April die Befürchtung geäußert, Benkos Kürzungspläne bedrohten in den Waren- und Sporthäusern insgesamt etwa 40 Prozent der verbliebenen rund 15.800 Mitarbeiter, Signa hatte dies damals nicht kommentiert.

ver.di verhandelt mit dem Karstadt-Management zudem über eine Rückkehr in die Tarifbindung. Bei der Warenhauskette herrscht eine "Tarifpause", Karstadt spart sich damit anders als Kaufhof für die Branche ausgehandelte Lohnerhöhungen. Karstadt-Chef Stephan Fanderl hatte den Beschäftigten zuletzt aber Hoffnung auf eine Rückkehr in den Tarifvertrag gemacht. Er schließe das nicht aus, sagte er in einem Interview.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen