Beim Online-Händler Zooplus bleibt vom Umsatz mehr Gewinn hängen

Der Trend zum Einkauf im Internet beschert dem Tierfutter-Händler Zooplus sprudelnde Gewinne. Das Ergebnis legte im vergangenen Jahr noch stärker zu als der Umsatz, wie Europas größtes Versandhaus für Heimtierzubehör am Mittwoch mitteilte. Der Vorsteuergewinn kletterte um 45 Prozent auf 12,7 Millionen Euro, etwas mehr als vom Vorstand in Aussicht gestellt und von Branchenexperten erwartet. Der Umsatz war dagegen um 31 Prozent auf 711 Millionen Euro gewachsen, wie das Unternehmen bereits im Januar bekanntgegeben hatte.

Dank des boomenden Geschäfts wirtschaftet Zooplus immer profitabler. Damit machten die Kosten etwa für Mitarbeiter, Werbung und Logistik prozentual einen immer geringeren Anteil der Einnahmen aus. Konzernchef Cornelius Patt bekräftigte sein Umsatzziel von mindestens 875 Millionen Euro für das laufende Jahr und kündigte einen Vorsteuergewinn von 14 bis 18 Millionen Euro an.
Mit einem Kursplus von gut sechs Prozent führte die Aktie am Mittwoch die Gewinnerliste im Kleinwerteindex SDax an. Größter Anteilseigner ist die RAG-Stiftung, die für die Folgekosten des deutschen Steinkohlebergbaus aufkommen soll. Die RAG-Beteiligungsgesellschaft Maxburg hält knapp 14 Prozent an Zooplus. Der frühere Großaktionär Burda hatte sich sukzessive von Anteilen getrennt und im November die meldepflichtige Drei-Prozent-Schwelle unterschritten.

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