Beamte - Positive Stimmung vor zweiter Gehaltsrunde

Wien (APA) - Im Gegensatz zu den streikenden Metallern haben die Beamten am Montagnachmittag ihre zweite Runde der Gehaltsverhandlungen in positiver Stimmung begonnen. Nicht ganz einig waren sich vor Beginn der Gespräche allerdings Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Norbert Schnedl, wer den ersten Schritt machen soll.

Ob die Gewerkschaft heute eine konkrete Forderung stellen werde, hänge vom Verlauf der Verhandlungen und dem Vorgehen des Dienstgebers ab, meinte Schnedl. Auf die Frage, ob die Gewerkschaft zuerst ein Angebot der Regierung abwarte, sagte der GÖD-Vorsitzende: "Das könnte eine Möglichkeit sein." Strache meinte hingegen, er wolle sich heute einmal die Vorschläge der Gewerkschaft anhören. Es sei üblich, dass zuerst die Gewerkschaft ihre Vorstellungen auf den Tisch lege. "Die Gewerkschaft ist am Zug."

Schnedl verwies allerdings auch darauf, dass er nicht nur die reinen Wirtschaftsdaten, sondern auch die besonderen Belastungen für die Beamten, wie etwa die EU-Ratspräsidentschaft, berücksichtigt sehen wolle. In der ersten Runde hatten beide Seiten eine Inflation von 2,02 Prozent und ein Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent als Basis der Verhandlungen außer Streit gestellt.

Die stockenden Metaller-Verhandlungen spielen sowohl für die GÖD als auch für Strache keine wesentliche Rolle für ihre Verhandlungen. Schnedl meinte, das ändere nichts an seinem Verhandlungsfahrplan. Er hoffe auf einen Abschluss noch im November. Auch der für die Beamten zuständige Vizekanzler erklärte, dass die Verhandlungen unabhängig von jenen der Metaller geführt würden. Nichtsdestotrotz hofft Strache aber, dass die Metaller bald wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) sagte, er gehe von einem "vernünftigen, wertschätzenden Abschluss" aus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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