BDI für mehr Kontrolle bei Übernahmen durch ausländische Staatsfirmen

Berlin (APA/AFP) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht Handlungsbedarf beim Einstieg ausländischer Staatsunternehmen in deutsche Firmen. "Viele Staatsunternehmen haben eine undurchsichtige Finanzierung und sind bereit, aus strategischen Gründen sehr, sehr hohe Preise zu zahlen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der "Rheinischen Post" vom Montag. Das sei wettbewerbsverzerrend.

Deutschland und die EU sollten Übernahmeversuche künftig stärker an europäischem Beihilfe-, Wettbewerbs- und Kartellrecht messen, forderte Lang. Insgesamt aber sei Deutschland als Industriestandort auf ein offenes Investitionsklima angewiesen. "Unser Land hat durch Abschottung nichts zu gewinnen", sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. "Wichtig ist, in Europa keine Mauern zu errichten, sondern Mauern in China abzubauen."

Die deutsche Regierung hat angekündigt, sie wolle Firmenübernahmen durch ausländische Investoren in sensiblen Wirtschaftsbereichen erschweren. Übernahmen oder Beteiligungen an bestimmten Unternehmen sollen künftig ab einem Schwellenwert von 15 Prozent der Stimmrechte unter die Investitionsprüfung fallen. Die Schwelle liegt derzeit bei 25 Prozent.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte