BDI für mehr Kontrolle bei Übernahmen durch ausländische Staatsfirmen

Berlin (APA/AFP) - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht Handlungsbedarf beim Einstieg ausländischer Staatsunternehmen in deutsche Firmen. "Viele Staatsunternehmen haben eine undurchsichtige Finanzierung und sind bereit, aus strategischen Gründen sehr, sehr hohe Preise zu zahlen", sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang der "Rheinischen Post" vom Montag. Das sei wettbewerbsverzerrend.

Deutschland und die EU sollten Übernahmeversuche künftig stärker an europäischem Beihilfe-, Wettbewerbs- und Kartellrecht messen, forderte Lang. Insgesamt aber sei Deutschland als Industriestandort auf ein offenes Investitionsklima angewiesen. "Unser Land hat durch Abschottung nichts zu gewinnen", sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. "Wichtig ist, in Europa keine Mauern zu errichten, sondern Mauern in China abzubauen."

Die deutsche Regierung hat angekündigt, sie wolle Firmenübernahmen durch ausländische Investoren in sensiblen Wirtschaftsbereichen erschweren. Übernahmen oder Beteiligungen an bestimmten Unternehmen sollen künftig ab einem Schwellenwert von 15 Prozent der Stimmrechte unter die Investitionsprüfung fallen. Die Schwelle liegt derzeit bei 25 Prozent.

Wien (APA) - Die tschechische Sazka-Gruppe hat vom Bankhaus Schellhammer & Schattera Anteile an der Casinos Austria AG (CASAG) übernommen und ihre Beteiligung damit auf 38,29 Prozent aufgestockt. Der seit längerem bekannte Schritt sei formal abgeschlossen, teilte Sazka am Freitagnachmittag mit.
 

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Sazka hält nun 38,29 Prozent an Casinos Austria

Wien (APA) - Der "Kurier" nennt Details zum Abschlussbericht der "Soko Meinl" zu den Ermittlungen im Anlageskandal rund um die Meinl European Land (MEL) des Bankers Julius Meinl. "Vorbehaltlich gutachterlicher Feststellungen beträgt dem Verdacht nach der Schaden am effektiven Vermögen der Aktionäre (...) 1,69 Milliarden Euro", heißt es im Abschlussbericht, so "kurier.at" Freitagabend.
 

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Causa Meinl European Land - Anlegerschaden von 1,69 Mrd. Euro

London (APA/awp/sda) - Die Billigfluglinie Easyjet zeigt sich im Streit mit der Gewerkschaft SSP/VPOD gelassen. Man habe die Anliegen der Gewerkschaft zur Kenntnis genommen, teilte die Airline am Freitag als Reaktion auf ein Communiqué von deren Seite mit.
 

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Easyjet in Streit mit Gewerkschaft gelassen