Bayer setzt auf Umsatzschub durch neue Medikamente

Leverkusen - Bayer will dank neuer Medikamente in den nächsten Jahren kräftig wachsen. Mit fünf neuen Mitteln will der deutsche Pharma- und Chemiekonzern bereits in diesem Jahr einen Umsatz von bis zu 4 Mrd. Euro einfahren, nach 2,9 Mrd. Euro 2014. Gleichzeitig treibt Bayer-Chef Marijn Dekkers die Abspaltung des Kunststoffgeschäfts MaterialScience bis Mitte 2016 voran.

"Für die Zukunft sind wir optimistisch", betonte Dekkers am Mittwoch. Die Zuversicht gründet Dekkers vor allem auf fünf neue umsatzstarke Medikamente: Das Thrombosemittel Xarelto, das Augenmittel Eylea, die Krebsmedikamente Stivarga und Xofigo sowie das Lungenhochdruckmittel Adempas. "Sie haben entscheidend dazu beigetragen, dass wir unter den großen Pharma-Unternehmen mit am schnellsten wachsen", sagte Dekkers. In der Spitze könnten die Präparate zusammen die Umsatzmarke von 7,5 Mrd. Euro jährlich toppen.

Mit dem Schub durch die neuen Mittel soll der Umsatz der Gesundheitssparte bis 2017 pro Jahr durchschnittlich um sechs Prozent auf dann mehr als 25 Mrd. Euro steigen, nach 20 Mrd. Euro 2014. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) soll zulegen, die entsprechende Marge auf 29 bis 31 (2014: 27,5) Prozent steigen. Im zweiten großen Geschäftsbereich Agrarchemie will Bayer schneller wachsen als der Markt und den Umsatz auf mehr als 11 Mrd. Euro im Jahr 2017 (2014: 9,5 Mrd. Euro) schrauben.

Bayer befindet sich derzeit im Umbruch: Dekkers hatte im September einen radikalen Umbau angekündigt. Der Konzern will sich künftig ganz auf die Gesundheitssparte und die Agrarchemie konzentrieren. Das weniger rentable Kunststoffgeschäft MaterialScience soll - wie bekannt - bis spätestens Mitte 2016 an die Börse gebracht werden. Die Entscheidung, ob dies im Wege eines Aktiendebüts oder eines Spin-off geschehen soll, ist für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant. "Die beschlossene vollständige Ausrichtung von Bayer auf die Life-Science-Geschäfte werden wir nun mit aller Kraft vorantreiben", sagte Dekkers. Bei der Trennung vom Chemiegeschäft Lanxess vor rund zehn Jahren hatte Bayer den Weg über eine Abspaltung (Spin-Off) gewählt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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