Insider: Bayer stellt Diabetes-Sparte wieder zum Verkauf

Leverkusen - Bayer nimmt Insidern zufolge einen neuen Anlauf zum Verkauf seines Geschäfts mit Blutzucker-Messgeräten. Der Konzern wolle sich im Gesundheitsbereich auf höhermargige Geschäfte konzentrieren, sagten drei der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Zwei Insidern zufolge hat Bayer die Investmentbank Credit Suisse mandatiert.

Bayer und das Bankhaus lehnten Stellungnahmen zu den Informationen ab. Der Leverkusener Konzern hatte bereits vor rund zwei Jahren Käufer für das Geschäft gesucht, dann aber entschieden, es zunächst weiter zu behalten. Die Sparte hatte nach früheren Informationen von Insidern damals nicht genügend Interesse von potenziellen Bietern wie etwa Sanofi angezogen. Das Geschäft mit Blutzucker-Messgeräten für Diabetiker ist bei Bayer im Segment Medical Care angesiedelt. Mit den Geräten der Marke Contour erzielte der Konzern im vergangenen Jahr Umsätze von 722 Mio. Euro.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte berichtet, Beteiligungsgesellschaften wie Cinven, EQT Partners und Triton könnten sich das Diabetes-Geschäft anschauen. Bei diesen Investoren war keine Stellungnahme erhältlich.

In den USA spürt Bayer in dem Geschäft derzeit einen härteren Wettbewerb und Preisdruck. Zwar steigt die Zahl der Diabetes-Kranken rapide an, allerdings gibt es bei Messgeräten inzwischen viele Anbieter. Zudem sind hohe Investitionen nötig, um in dem Geschäft technologisch vorne mitmischen zu können. Im vergangenen Jahr stagnierte der Umsatz mit Bayer-Geräten der Marke Contour. Zu den großen Konkurrenten zählen der Schweizer Roche-Konzern sowie die US-Unternehmen Johnson & Johnson and Abbott Laboratories.

Bayer ist momentan dabei, sich von Randbereichen in seinem Gesundheitsbereich HealthCare zu trennen. Im Mai hatten die Leverkusener angekündigt, ihr Geschäft mit Produkten zur Behandlung von Gefäßerkrankungen für 415 Mio. Dollar (334,4 Mio. Euro) an den amerikanischen Medizintechnik-Hersteller Boston Scientific zu verkaufen. Auch dieses Geschäft mit Jahresumsätzen von 85 Mio. Euro gehört zur Sparte Medical Care, die damit neben den Blutzucker-Messsystemen für Zuckerkranke noch das Geschäft mit Kontrastmitteln für die Radiologie umfasst. Insgesamt steht Medical Care bei Bayer für 2,5 Mrd. Euro Jahresumsatz.

Wien (APA) - Der börsenotierte Caterer Do&Co verlängert die Kooperation mit der teilstaatlichen Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.). Die Zusammenarbeit wird über 15 Jahre im Rahmen der gemeinsamen Gesellschaft THY DO & CO kram Hizmetleri A. fortgesetzt - vorbehaltlich der Genehmigungen durch Unternehmensorgane und von Behörden "sowie einer zufriedenstellenden Vertragsdokumentation", so Do&Co Dienstagabend.
 

Newsticker

Do&Co verlängert Kooperation mit Turkish Airlines um 15 Jahre

Maribor (APA) - Der österreichisch-slowenisch-kanadische Geschäftsmann Walter Wolf steht in Slowenien wegen Vorwürfen der Geldwäsche in Zusammenhang mit der Patria-Schmiergeldaffäre vor Gericht. Bei der Anklageverlesung vor dem Bezirksgericht in Maribor plädierte der 79-Jährige am Montag auf nicht schuldig, berichtete die Nachrichtenagentur STA.
 

Newsticker

Patria-Affäre in Slowenien: Wolf wegen Geldwäsche vor Gericht

Innsbruck (APA) - Die Asfinag hat dementiert, dass die geplante temporäre Freigabe des Pannenstreifens auf der Inntalautobahn (A12) zwischen Innsbruck West und Zirl vorerst auf Eis gelegt wird. Der Geschäftsführer für Tirol und Vorarlberg, Stefan Siegele, bezeichnete dies in einer Aussendung als "völlig falsch". Der "Kurier" hatte zuvor über ein Aus für die Pannenstreifen-Freigabe berichtet.
 

Newsticker

Aus für Pannenstreifen-Freigabe in Tirol: Asfinag dementiert