Bayer-Chef feiert Brüsseler Ja zur Monsanto-Übernahme als Erfolg

Brüssel/Leverkusen (APA/dpa) - Der deutsche Agrarchemie-Konzern Bayer zeigt sich erleichtert über das grüne Licht aus Brüssel zur Übernahme des US-Saatgut-Herstellers Monsanto. "Die Genehmigung der Europäischen Kommission ist ein großer Erfolg und ein bedeutender Meilenstein", erklärte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Mittwoch in Leverkusen.

Gemeinsam mit Monsanto wolle man Landwirten helfen, "mehr und bessere Nahrungsmittel nachhaltiger zu produzieren". Davon profitierten die Umwelt und die Verbraucher, so Baumann. Umweltschützer und Grünen-Politiker sind ganz anderer Auffassung - sie warnen vor zu großer Marktmacht des Konzerns, die schlecht wäre für die Umwelt.

Das Agrar-Schwergewicht Monsanto ist der weltgrößte Hersteller von Saatgut - die US-Firma mit rund 20.000 Mitarbeitern setzt dabei oft auf Gentechnik. Zudem verkauft Monsanto Pflanzenschutzmittel, darunter auch den Unkrautvernichter Glyphosat. Wegen seiner Genmanipulationen, Patentklagen, flächendeckenden Düngemittel-Einsätzen und seines starken Lobby-Einflusses wird die Firma immer wieder scharf kritisiert.

Damit die Übernahme wie geplant vollzogen werden kann, müssen weltweit 30 Behörden ihr Einverständnis geben. "Deutlich mehr als die Hälfte" dieser Behörden hätten inzwischen zugestimmt, hieß es von Bayer. Darunter sind Brasilien als einer der wichtigsten Agrarmärkte der Welt und China. Die Zustimmung der USA und von Indien stehen noch aus.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte