Bayer-Chef feiert Brüsseler Ja zur Monsanto-Übernahme als Erfolg

Brüssel/Leverkusen (APA/dpa) - Der deutsche Agrarchemie-Konzern Bayer zeigt sich erleichtert über das grüne Licht aus Brüssel zur Übernahme des US-Saatgut-Herstellers Monsanto. "Die Genehmigung der Europäischen Kommission ist ein großer Erfolg und ein bedeutender Meilenstein", erklärte der Bayer-Vorstandsvorsitzende Werner Baumann am Mittwoch in Leverkusen.

Gemeinsam mit Monsanto wolle man Landwirten helfen, "mehr und bessere Nahrungsmittel nachhaltiger zu produzieren". Davon profitierten die Umwelt und die Verbraucher, so Baumann. Umweltschützer und Grünen-Politiker sind ganz anderer Auffassung - sie warnen vor zu großer Marktmacht des Konzerns, die schlecht wäre für die Umwelt.

Das Agrar-Schwergewicht Monsanto ist der weltgrößte Hersteller von Saatgut - die US-Firma mit rund 20.000 Mitarbeitern setzt dabei oft auf Gentechnik. Zudem verkauft Monsanto Pflanzenschutzmittel, darunter auch den Unkrautvernichter Glyphosat. Wegen seiner Genmanipulationen, Patentklagen, flächendeckenden Düngemittel-Einsätzen und seines starken Lobby-Einflusses wird die Firma immer wieder scharf kritisiert.

Damit die Übernahme wie geplant vollzogen werden kann, müssen weltweit 30 Behörden ihr Einverständnis geben. "Deutlich mehr als die Hälfte" dieser Behörden hätten inzwischen zugestimmt, hieß es von Bayer. Darunter sind Brasilien als einer der wichtigsten Agrarmärkte der Welt und China. Die Zustimmung der USA und von Indien stehen noch aus.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

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US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

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Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

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Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen