Bayer plant Börsengang für Kunststoff-Sparte

(Reuters) - Bayer will seine Kunststoff-Sparte MaterialScience an die Börse bringen. Der Konzern werde sich künftig auf die Bereiche Pharma und Agrarchemie fokussieren, teilte das Leverkusener Unternehmen am Donnerstag mit. Den Plänen des Vorstands müsse allerdings der Aufsichtsrat zustimmen, der noch am Donnerstag zusammenkomme. "Es ist geplant, nach einer Beschlussfassung des Aufsichtsrats weitere Informationen zu veröffentlichen", teilte Bayer mit. Ein Sprecher wollte sich zu weiteren Details nicht äußern. Die Bayer-Aktien sprangen zum Handelsstart um mehr als fünf Prozent auf ein Rekordhoch von 111,80 Euro. Das "Wall Street Journal Deutschland" hatte in der Nacht zu Donnerstag unter Berufung auf einen Insider berichtet, der Wert der Sparte werde auf acht Milliarden Euro oder mehr taxiert.

Bayer hatte für die Kunststoff-Sparte, die unter zunehmender Konkurrenz aus Asien leidet, im vergangenen Jahr ein Sparprogramm und den Abbau von 700 Stellen angekündigt. 2014 zeigte das schon Wirkung: Im ersten Halbjahr verbuchte das Geschäft den kräftigsten Ergebnisanstieg von allen Sparten, das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 77 Prozent. 2013 war das Ebit noch um 25 Prozent auf 435 Millionen Euro gefallen, der Umsatz war um zwei Prozent auf 11,2 Milliarden Euro zurückgegangen. In der Sparte arbeiten 14.300 Mitarbeiter.


Spekulationen, dass sich Bayer von diesem Geschäft trennen könnte, gibt es schon länger. Auf die Frage eines Aktionärs nach der Zukunft von MaterialScience hatte Konzernchef Marijn Dekkers im April geantwortet: "Unser Ziel ist es, spätestens 2015 eine Prämie über die Kapitalkosten zu erwirtschaften. Das hat für uns Priorität."

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"