BAWAG warnt Investoren vor weiteren Kosten im Streit mit Stadt Linz

Wien/Linz (APA) - Die vor dem Börsengang stehende BAWAG rechnet im bereits seit 2013 andauernde Zivilprozess mit der Stadt Linz frühestens im Jahr 2018 mit einem erstinstanzlichen Urteil des Handelsgerichts Wien. Bereits 2011 habe man die Klagsforderung gegenüber der Stadt Linz in Höhe von 417,7 Mio. Euro plus Zinsen auf rund 245 Mio. Euro abgeschrieben, heißt es im Börsenprospekt der BAWAG.

Der Rechtsstreit selbst habe bereits im November 2011 mit einer Klage der Stadt Linz gegen die BAWAG auf die Zahlung von 30,6 Mio. Schweizer Franken (rund 24,2 Mio. Euro) plus Zinsen und Kosten begonnen. Die Klage basiere auf der Behauptung der Stadt Linz, dass ein mit der BAWAG abgeschlossenes Swap-Geschäft unwirksam sei. Die BAWAG weise diese Klage zurück und habe eine Gegenklage über 417,7 Mio. Euro eingebracht, inklusive Zinsen und Kosten.

"Als höchste Vorsichtsmaßnahme wurden diese Außenstände bereits im Finanzjahr 2011 auf einen Buchwert von rund 254 Mio. Euro abgeschrieben", heißt es im Börsenprospekt weiter.

Das entspricht somit in etwa auch dem Zeitwert des dem Swap-Geschäft zugrundeliegenden Frankenkredites in Höhe von 195 Mio. Franken, den die Stadt Linz bereits 2005 aufgenommen hatte. Die BAWAG bewertet im Jahr 2011 den Swap-Vertrag aufgrund der Kursentwicklung des Franken mit 264 Mio. Euro. 14 Mio. Euro hat die Stadt Linz dann noch 2011 an die BAWAG überwiesen.

Sollte das Gericht zur Ansicht kommen, dass die Swap-Transaktion unwirksam war, könnte die BAWAG dazu verpflichtet werden, den geforderten Betrag an die Stadt Linz ganz oder teilweise zu bezahlen. In diesem Falle müsste die BAWAG dann ihre Forderungen weiter abschreiben, heißt es im Börseprospekt weiter. Und auch wenn das Gericht die Swap-Transaktion für wirksam halten sollte, könnte es sein, dass die BAWAG ganz oder teilweise nicht zu ihrem Geld komme. Ebenfalls mit der Konsequenz, die Forderung weiter abzuschreiben. Zusätzlich könnte die BAWAG vom Gericht dazu verpflichtet werden, einen Teil oder die gesamten Gerichtskosten und Rechtskosten der Stadt Linz zu tragen. Konkrete Beträge werden dazu keine angegeben.

In der Causa, die bereits seit 2013 vor dem Handelsgericht in Wien anhängig ist, wird es wie berichtet bis zum Jahresende zu keinen weiteren Verhandlungen mehr kommen. Derzeit steht eine umfangreiche Gutachtensergänzung mit über 200 Fragen der Streitparteien an, die bis Ende 2017 befristet ist.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker