BAWAG legte 2017 über 680 Millionen Euro für zwei Neuzugänge hin

Wien (APA) - Die seit Herbst an der Börse notierte BAWAG hat sich die beiden Neuzugänge Südwestbank und Paylife im Vorjahr über 680 Mio. Euro kosten lassen. Für die deutsche Südwestbank legte die BAWAG 641 Mio. Euro in bar hin, Berater strichen bei diesem Deal 1,2 Mio. Euro ein. Ein Schnäppchen war demgegenüber der Kreditkartenherausgeber Paylife, der laut Jahresbericht 40 Mio. Euro kostete.

Weil der Schweizer Zahlungsabwickler SIX das Österreichgeschäft loswerden wollte und "Restrukturierungsbedarf vorlag", konnte es die BAWAG Group "günstig erwerben", heißt es im am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht 2017. Mit dem Kauf von Paylife hat die BAWAG-Tochter easybank ihr Kreditkartengeschäft kräftig ausgebaut und Zugang zu knapp 600.000 neuen Kunden bekommen, so die Bank.

Beim Erwerb der Südwestbank übernahm die BAWAG auch eine Barreserve in Höhe von 190 Mio. Euro. Das Stuttgarter Geldhaus betreue über 90.000 Privat- und Firmenkunden und soll vor allem für die Expansion in Deutschland genutzt werden. Dafür wurde kurz vor Jahresende auch der Kauf der deutschen Ring-Bausparkasse unterzeichnet.

Die beiden im Vorjahr getätigten Zukäufe haben der Bank mit der Erstkonsolidierung einen positiven Effekt auf den Vorsteuergewinn von 230 Mio. Euro eingespielt, für 2017 meldete die BAWAG vor Steuern Rekordzahlen. Heuer soll der Jahresüberschuss vor Steuern um mehr als 5 Prozent steigen, 2017 lag er bei 517 Mio. Euro.

Die sechs BAWAG-Vorstände kassierten trotz der glänzenden Zahlen auf den ersten Blick weniger als im Jahr zuvor. Ihre Bezüge sanken auf 18,9 Mio. Euro (2016: 25,6 Mio.), Boni würden für 2017 keine ausbezahlt. Stattdessen gibt es aber ein "Long Term Incentive Program" (LTIP). Die Kosten dafür schlugen sich in den einmaligen Aufwendungen nieder: Sie betrugen im Vorjahr 75 Mio. Euro "und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für ein langfristiges Incentivierungsprogramm (LTIP) und Restrukturierungsaufwendungen".

Die gesamten Personalkosten für das Key Management - also die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der BAWAG Group AG und der BAWAG P.S.K. AG - beliefen sich im Vorjahr auf 25,4 Mio. Euro (2016: 26,4 Mio.).

Bregenz (APA) - Aufgrund von anhaltender Trockenheit mit einhergehendem Futter- und Wassermangel stehen in Vorarlberg verfrühte Almabtriebe im Raum. Diese versuche man durch die Zufuhr von Wasser und Heu zu verhindern, informierte der zuständige Landesrat Christian Gantner (ÖVP) am Freitag. Eine frühzeitige Rückkehr der Tiere ins Tal könnte die Situation in der Futterversorgung eklatant verschärfen, so Gantner.
 

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Große Trockenheit: In Vorarlberg stehen verfrühte Almabtriebe im Raum

London/Brüssel (APA/dpa) - Nur eineinhalb Monate vor dem EU-Austritt der Briten ist immer noch nicht sicher, ob die Sache einigermaßen glimpflich ausgeht. Und das liegt nicht nur am Londoner Regierungschaos.
 

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Beim Brexit sitzen beide in der Zwickmühle

Wien/Schwechat/Dublin (APA) - Eine erste Anhörung vor einem Londoner Gericht im Streit zwischen Ryanair und Lufthansa um neun geleaste Laudamotion-Flieger ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Das Hauptverfahren beginnt erst im November, wie es am Freitagnachmittag von der Lufthansa zur APA hieß. Laudamotion und Ryanair gaben sich wortkarg und erklärten, das laufende Verfahren nicht kommentieren zu wollen.
 

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Gerichtsstreit um Laudamotion geht erst im November richtig los