bauMax-Verkauf - Mitarbeiter und Kunden beklagen Aus auf Facebook

Wien/Klosterneuburg - Das Aus der Heimwerkerkette bauMax wird auch auf Facebook beklagt. Nach der Übernahme von 49 Märkten in Österreich durch den deutschen Konkurrenten Obi droht den restlichen 16 Filialen die Schließung, sollte sich bis Ende September kein Käufer finden. Am Dienstag sickerten erste Standorte durch, die angeblich bedroht sind, darunter demnach unter anderem Eisenstadt, Judenburg, Steyr und Stadlau.

Die bauMax-Filiale in Eisenstadt etwa droht laut ORF Burgenland die Schließung. Die 62 Beschäftigten sollen bereits beim Arbeitsmarktservice (AMS) zur Kündigung angemeldet sein. Es handelt sich hierbei um den einzigen bauMax im Burgenland. Dieser wurde erst vor zwei Jahren aufwendig um- und ausgebaut. In Eisenstadt befindet sich in unmittelbarer Umgebung ein Obi-Markt.

In Spittal an der Drau in Kärnten ist die Situation ähnlich. Dort sind bauMax und Obi keinen Kilometer voneinander entfernt. Für die dort möglicherweise von einer Kündigung betroffenen bauMax-Mitarbeiter planen Gewerkschaft und Arbeiterkammer in den nächsten zwei Wochen eine Informationsveranstaltung, berichtet der ORF Kärnten. Ebenso bedroht soll der bauMax in Saalfelden im Salzburger Pinzgau sein.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook werden bedrohte Standorte genannt. "wir in Steyr z. B. werden für immer schliessen u sind somit arbeitslos", schreibt eine offenbar betroffene Mitarbeiterin auf der Facebook-Seite von bauMax. "Das wusste ich nicht... tut mir leid für euch", antwortete ihr ein andere Facebook-Nutzer. "Danke für die 6 schönen Jahre bei baumax habe viel gelernt", postete eine weitere Userin.

Neben Judenburg, Graz Nord und Mistelbach wird auf Facebook auch der Mega bauMax Wien-Stadlau genannt. "Ein seit vielen, vielen Jahren eingeschweißtes Team, Mitarbeiter die schon fast zum Inventar gehören, so lange wie die dabei sind - von heut auf morgen alle arbeitslos. Hach wie gerne würde ich nur ein Monat lang den Herren, welcher nun abermals ein Unternehmen gegen die Wand gefahren hat, mit dem kleinen, arbeitslosen Otto-Normal-Bürger tauschen lassen......", meint einer der User.

Offizielle Angaben, welche Filialen Obi nicht übernimmt, gibt es nicht. Für die bedrohten Märkte gibt es keine Bestätigung seitens bauMax. Hinter den Kulissen werden für die 16 Standorte noch Käufer gesucht, als Interessenten gelten Hornbach, Bauhaus und die Lagerhäuser. Es heißt, es gebe noch Hoffnung für einzelne Märkte und somit auch für deren Mitarbeiter.

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