Bauern müssen mit gravierenden Einschnitten bei Subventionen rechnen

Brüssel (APA) - Die Bauern müssen im Rahmen des nächstjährigen EU-Finanzrahmens ab 2021 mit gravierenden Einschnitten bei den Subventionen rechnen. Eine Studie der EU-Kommission spricht von Einkommensrückgängen in einigen Sektoren von bis zu 26 Prozent, berichtete "Politico" am Mittwoch. Auch Österreichs Bergbauern könnten betroffen sein.

Die Studie der Generaldirektion für Landwirtschaft und öffentliche Entwicklung spricht von einer zu erwartenden hohen Einkommensvolatilität für kleine und sehr große Höfe sowie von Einkommensrückgängen um mehr als 30 Prozent in Schweden und Finnland. Für praktisch ganz Osteuropa sei mit Einbußen von mehr als zehn Prozent zu rechnen. Auch könne es Schwierigkeiten für Bauern in Ländern geben, die in Gegenden mit natürlichen Beschränkungen Landwirtschaft betreiben - also auch für Österreichs Bergbauern. Das Szenario ist für den Fall einer 30-prozentigen Kürzung des Agrarbudgets errechnet.

Aber auch bei einer "nur" 15-prozentigen Kürzung seien die Auswirkungen strukturell ähnlich. Der Rückgang der Einkommen für Rinderbauern liege dann bei zehn Prozent, für Getreidebauern bei sieben Prozent.

Der Vizepräsident der EU-Kommission, Jyrki Katainen, und EU-Agrarkommissar Phil Hogan werden Mittwochmittag im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) zur Zukunft des Nahrungsmittelsektors Stellung nehmen. Wie hoch das mehrjährige EU-Budget ab 2021 tatsächlich aussehen wird, will die Brüsseler Behörde im Mai nächsten Jahres mitteilen.

Unterdessen hat der WWF-Österreich eine grundlegende Reform der Agrarpolitik in Europa gefordert. Es müsse mehr Nachhaltigkeit, Fairness und Klimaschutz geben. Gerade Österreich könnte Vorreiter für eine Trendwende sein, meint der WWF.

Jena (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat einem Euro-Finanzminister eine Absage erteilt. Bei einem Bürgerdialog am Dienstag in Jena plädierte die Kanzlerin zudem dafür, den geplanten Eurozonen-Haushalt als Teil des EU-Haushalts zu schaffen und nicht als eigenständiges Etat für die 19 Länder der Währungsunion. Einem Euro-Finanzminister fehlten zwei entscheidende Dinge, sagte Merkel.
 

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Merkel lehnt Euro-Finanzminister ab

Jena (APA/Reuters) - Die beschlossene PKW-Maut soll nach Angaben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden. "Jetzt ist das wieder auf der Tagesordnung", sagte Merkel am Dienstag auf einem Bürgerdialog in Jena. "Das soll noch in dieser Legislaturperiode kommen." Das Gesetz sei beschlossen, momentan liefen die Ausschreibungsverfahren, wer die Pkw-Maut eintreiben solle.
 

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Merkel: Pkw-Maut soll bis 2021 umgesetzt werden

Regensburg/Wien/Donauraum (APA/dpa/) - Der Sommer sorgt für einen Negativrekord in Deutschland: Noch nie zuvor wurde ein so niedriger Wasserstand auf der Donau gemessen wie am Wochenende. Deshalb konnten keine Schiffe mehr auf dem bayrischen Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf fahren. Anders ist die Situation in Österreich: "Schifffahrt frei" vermeldet DoRIS, das Donau River Information System auf seiner Online-Präsenz.
 

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Deutsche Donauschifffahrt steht still - Österreich ohne Sperren