Batteriefirma Voltabox feiert furioses Börsendebüt

Frankfurt (APA/Reuters) - Der deutsche Batteriesystem-Anbieter Voltabox ist mit kräftigen Kursgewinnen an die Frankfurter Börse gestartet. Die erste Notierung wurde am Freitag mit 30,00 Euro festgestellt, das war ein Viertel über dem Ausgabepreis von 24 Euro. "Wir sind sehr, sehr zufrieden. Das ist ein überwältigendes Ergebnis", sagte Voltabox-Chef Jürgen Pampel.

Die 2011 gegründete Voltabox stellt Batteriesysteme für elektrisch betriebene Busse, Gabelstapler und andere Industriefahrzeuge her und profitiert vom Trend zur Elektromobilität. "Wir wollen schnell wachsen und haben jetzt die Mittel dafür", sagte Aufsichtsratschef Klaus Frers. Voltabox sitzt auf prall gefüllten Auftragsbüchern und will 2019 einen Umsatz von etwa 100 Mio. Euro erreichen. Im vergangenen Jahr erlöste das Unternehmen gerade einmal 14,5 Mio. Euro und schrieb einen Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 3,7 Mio. Euro.

Insgesamt brachte der Börsengang 152 Mio. Euro ein, knapp 140 Millionen davon fließen Voltabox selbst zu. Das Geld soll in die Entwicklung und den Ausbau der Produktion sowie in Übernahmen gesteckt werden. "Da haben wir einiges im Blick", sagte Pampel. Die Tochter des Autozulieferers Paragon beschäftigt an den Produktionsstandorten im ostwestfälischen Delbrück und im texanischen Austin insgesamt rund 90 Mitarbeiter.

Voltabox hatte die Preisspanne voll ausgereizt, nach Unternehmensangaben wurden zum Platzierungspreis zehn Mal mehr Aktien nachgefragt als angeboten wurden. Auch im Handelsverlauf hielt sich die Voltabox-Aktie deutlich über dem Ausgabepreis, am Freitagmittag notierte sie bei rund 29 Euro.

Voltabox eröffnete den Reigen der Kandidaten, die in diesem Herbst an der Frankfurter Börse ihr Debüt feiern wollen. Der Börsengang des Batterie-Herstellers Varta soll bis zu 233 Mio. Euro schwer werden, die Aktien können noch bis zum 24. Oktober für 15 bis 17,50 Euro gezeichnet werden. Einen Tag später sollen sie erstmals an der Börse gehandelt werden. Daneben haben der deutsch-spanische Metallrecycler Befesa und der Lebensmittel-Lieferdienst Hellofresh ihre Platzierungspläne öffentlich gemacht und wollen in den kommenden Wochen die Börsenglocke läuten. Insidern zufolge soll Befesa bis zu 800 Mio. Euro einbringen, Hellofresh will 250 bis 300 Mio. Euro einsammeln.

In Österreich steht mit der Bank Bawag der größte Börsengang in der Geschichte der Wiener Börse an. Er soll den Finanzinvestoren Cerberus und GoldenTree bis zu 2,1 Mrd. Euro einbringen. Das Debüt auf dem Parkett ist für den 25. Oktober geplant.

In Deutschland müssen die Anleger wohl noch bis zum kommenden Jahr auf einen so großen Börsengang warten. Dann werden die Siemens-Medizintechniksparte Healthineers und die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank, Deutsche Asset Management, erwartet. Deutsche Asset Management soll rund 2 Mrd. Euro einbringen, bei Healthineers dürften es Schätzungen zufolge 3 bis 5 Mrd. Euro sein.

Berlin/Schwechat (APA/Reuters) - Ein Deal mit der Lufthansa ist nach Ansicht des Air-Berlin-Generalbevollmächtigten Frank Kebekus die einzige Alternative für das Weiterleben der österreichischen Air-Berlin-Tochter Niki.
 

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Air-Berlin-Bevollmächtigter befürchtet Insolvenz von Tochter Niki

Wien (APA) - Bei dem in Wien und Warschau börsennotierten Immobilienentwickler und Hotelbetreiber Warimpex gibt es einen Wechsel im Vorstand: Daniel Folian (37) wird ab 1. Jänner 2018 neuer Finanzchef statt Georg Folian (69), der aus dem Vorstand ausscheidet. Daniel Folian wurde heute (Donnerstag) vom Warimpex-Aufsichtsrat nominiert, der Beschluss soll in der AR-Sitzung am 18. Dezember erfolgen.
 

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Warimpex - Daniel Folian wird neuer Finanzvorstand

Frankfurt (APA/dpa) - Mit einer weiteren Verschärfung der Kapitalregeln für Banken wollen Aufseher und Notenbanker rund um den Globus das Finanzsystem sicherer machen. Nach monatelangem Streit einigten sich Europäer und Amerikaner auf einen Kompromiss zur Ausgestaltung der nach der jüngsten Finanzkrise eingeführten sogenannten Basel-III-Regeln.
 

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Aufseher einigen sich auf schärfere internationale Regeln für Banken