BASF spricht über Fusion der Tochter Wintershall mit Dea

Frankfurt/Ludwigshafen (APA/Reuters) - BASF spricht über eine Fusion seiner Öl- und Gas-Tochter Wintershall mit der vom russischen Milliardär Michail Fridman kontrollierten Dea AG. BASF würde die Aktienmehrheit an einem fusionierten Unternehmen halten, teilte der deutsche Konzern am Freitag mit. Mittelfristig sei ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens eine Option.

"Der Ausgang der Gespräche ist offen und es besteht keinerlei Gewissheit, dass eine Transaktion vollzogen wird", erklärte BASF.

Die Agentur "Bloomberg" berichtete unter Berufung auf Insider, die Verhandlungen seien fortgeschritten. Eine Einigung könnte in den nächsten Tagen oder Wochen erzielt werden. Die kombinierten Geschäfte könnten mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden. Die BASF-Aktien schossen bei hohen Umsätzen um mehr als drei Prozent nach oben auf ein Zwei-Wochen-Hoch von 95,29 Euro. Damit führten sie die Gewinnerliste im DAX an.

Fridman hatte Dea 2015 vom Energiekonzern RWE für 5,1 Mrd. Euro gekauft, inmitten der Ukraine-Krise und Diskussionen über Sanktionen für Russland. BASF war damals ebenfalls an DEA interessiert gewesen, um damit sein eigenes Öl- und Gasgeschäft zu stärken. Inzwischen sorgen die niedrigen Ölpreise aber dafür, dass der Anteil des Gewinns von Wintershall am Konzernergebnis sinkt - im vorigen und heurigen Jahr macht das Öl- und Gasgeschäft rund acht Prozent des operativen Konzerngewinns aus, 2015 waren es noch 20 Prozent gewesen. BASF hatte deshalb im Mai betont, das Hauptaugenmerk auf die Steigerung der Profitabilität im Chemie- und im Pflanzenschutzgeschäft zu legen. Damals hatte Konzernchef Kurt Bock aber noch erklärt, Wintershall gehöre zum Kerngeschäft.

Brüssel (APA) - Österreichs Schulden sind im zweiten Quartal des Jahres auf 76,5 Prozent des BIP gesunken. Im Vergleichszeitraum 2017 waren es noch 81,0 Prozent. In der Eurozone ging der Schuldenstand im Jahresabstand von 89,2 auf 86,3 Prozent zurück. In der EU verringerte er sich von 83,4 auf 81,0 Prozent, geht aus jüngsten Daten von Eurostat vom Dienstag hervor.
 

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Österreichs Schulden auf 76,5 Prozent des BIP gesunken

Wien (APA) - In Österreich ist seit Ende 2016 die Nachfrage nach Unternehmenskrediten aufgrund der guten Konjunktur stark gestiegen. Dieser Trend habe sich zuletzt jedoch abgeschwächt und könnte bis Ende des Jahres ein Plateau erreichen. Die Entwicklung im Privatkundengeschäft verlaufe vergleichsweise moderater, schreibt die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) in einer Aussendung am Dienstag.
 

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OeNB: Nachfrage nach Unternehmenskrediten erreicht neue Höhen

Brüssel (APA) - Österreich konnte im zweiten Quartal des Jahres einen Budgetüberschuss von 1,2 Prozent des BIP einfahren. Im Vergleichszeitraum 2017 hatte es noch ein Defizit von 1,9 Prozent gegeben. Die Eurozone konnte ihr Minus im Jahresabstand von 1,4 auf 0,1 Prozent verringern. Die EU verbesserte sich von -1,5 auf -0,3 Prozent.
 

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Österreich mit 1,2 Prozent Budgetüberschuss im zweiten Quartal 2018