BASF erlitt im dritten Quartal operativen Ergebniseinbruch

Der deutsche Chemieriese BASF hat nach einem unerwartet hohen Ergebnisrückgang im dritten Quartal seine Jahresziele gesenkt. "Das Sommerloch in diesem Jahr war ausgeprägt, zudem zogen die Mengen auch im September nicht an", sagte Vorstandschef Kurt Bock am Dienstag. "Wichtige Märkte wie Brasilien befinden sich in einer Rezession oder wachsen schwächer, wie China."

Der operative Gewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen fiel von Juli bis September um 10 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro. Analysten hatten einen geringeren Rückgang erwartet. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 19 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro, wozu vor allem der Ertrag aus dem kürzlich abgeschlossenen Milliardendeal mit dem russischen Gasriesen Gazprom beitrug. Im vorbörslichen Handel fiel die BASF-Aktie um mehr als 5 Prozent.

Neben der Schwäche in Schwellenländern, vor allem in China, macht BASF auch der stärker als erwartet gefallene Ölpreis zu schaffen. Für 2015 rechnet der Vorstand nun mit einem leichten Rückgang von Umsatz und bereinigtem Betriebsgewinn. Bisher sollte der Umsatz leicht zulegen und der Betriebsgewinn das Vorjahresniveau von 7,36 Mrd. Euro erreichen.

Im dritten Quartal setzte BASF 17,4 Mrd. Euro um, ein Rückgang von 5 Prozent. Rund lief es vorwiegend im Geschäftsbereich Functional Materials & Solutions, zu dem etwa das Geschäft mit Autokatalysatoren, Lacken, technischen Kunststoffen und Produkten für die Bauindustrie gehört. Dort legte der bereinigte Betriebsgewinn um 20 Prozent zu. In fast allen anderen Geschäftsbereichen sank dagegen das Ergebnis. Vor allem das Öl- und Gasgeschäft leidet unter dem gesunkenen Ölpreis. Im Agrarchemiegeschäft brach das Ergebnis sogar um 84 Prozent ein. Dabei setzten der schwache Real im wichtigen Markt Brasilien und höhere Kosten dem Chemieriesen zu.

Auch die Konkurrenz leidet unter der Marktschwäche in Lateinamerika. US-Rivale Dow Chemical hatte sein Agrarchemiegeschäft in der vergangenen Woche nach einem erneut schwachen Quartal auf den Prüfstand gestellt. Die Rivalen DuPont und Syngenta hatten ihre Ergebnisprognosen gesenkt. DuPont will am Dienstag ebenfalls noch Quartalszahlen veröffentlichen.

Krefeld (APA/dpa) - Der deutsche Fußball-Weltmeister Philipp Lahm hat die Mehrheit am traditionsreichen Naturkosthersteller Schneekoppe übernommen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die 1927 gegründete Firma versteht sich als "Premium-Marke im Segment natürlich gesunde Ernährung" und verkauft ihre Produkte in über 35 Ländern.
 

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Philipp Lahm übernimmt Mehrheit an Naturkosthersteller Schneekoppe

Ellwangen (APA/Reuters) - Die Haushaltsbatterien-Marke Varta gehört künftig dem bisherigen US-Konkurrenten Energizer. Die Amerikaner zahlen zwei Mrd. Dollar (1,63 Mrd. Euro) für das Batterien-Geschäft des Haushaltswaren-Konzerns Spectrum Brands mit den Marken Varta und Rayovac, wie beide Unternehmen am Dienstag mitteilten.
 

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Varta-Haushaltsbatterien kommen künftig vom US-Konzern Energizer

Wien/Mailand (APA) - Der CEE-Chef der Bank Austria-Mutter UniCredit, Carlo Vivaldi, sieht gute Voraussetzungen für ein weiter anhaltendes Wirtschaftswachstum in den Ländern Zentral- und Osteuropas. In fast jedem dieser Länder sollten die Volkswirtschaften 2018 und 2019 über 3 Prozent wachsen, sagte Vivaldi am Dienstag bei einem Pressegespräch in Wien anlässlich des Euromoney CEE-Forums
 

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UniCredit-CEE-Chef: Gute Aussichten für Zentral- und Osteuropa