BASF erwartet 2016 weniger Gewinn - Verhaltener Jahresstart

Ludwigshafen - Der deutsche Chemieriese BASF warnt angesichts der Konjunkturabkühlung in China und des Ölpreisverfalls vor einem weiteren Ergebnisrückgang. "Das Jahr hat verhalten begonnen, vor allem infolge einer schwachen Mengenkonjunktur in China", sagte Vorstandschef Kurt Bock am Freitag in Ludwigshafen. "Die Risiken für die Weltwirtschaft steigen weiter."

Für 2016 rechnet BASF mit einem Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen leicht unter Vorjahresniveau. "Dies ist in dem derzeitigen volatilen und herausfordernden Umfeld ein anspruchsvolles Ziel und insbesondere von der Entwicklung des Ölpreises abhängig", betonte Bock.

Die Aktionäre will Bock trotz des Gewinneinbruchs im vergangenen Jahr mit einer höheren Dividende bei der Stange halten. Sie sollen für 2015 eine um 10 Cent höhere Ausschüttung von 2,90 Euro je Aktie erhalten. Und das, obwohl der Überschuss 2015 um knapp 23 Prozent auf fast 4 Mrd. Euro fiel. Wegen Wertberichtigungen im Öl- und Gasgeschäft brach der Betriebsgewinn um 1,4 Mrd. auf 6,2 Mrd. Euro ein - diese Hiobsbotschaft hatte BASF schon im Jänner verkündet. Der bereinigte Betriebsgewinn fiel um 8,4 Prozent auf 6,7 Mrd. Euro.

Im laufenden Jahr erwartet BASF einen deutlichen Umsatzrückgang wegen der Trennung vom Gashandelsgeschäft, das kürzlich in einem Milliarden-Tauschgeschäft an die russische Gazprom ging. Der Konzern hatte deshalb bereits im vergangenen Jahr ein Umsatzminus von gut fünf Prozent auf 70,4 Mrd. Euro verdauen müssen. Analysten gehen im Schnitt für 2016 von einem Umsatz von 60,3 Mrd. Euro und einem bereinigten Betriebsgewinn von 6,3 Mrd. Euro aus. BASF gilt als Konjunkturbarometer, da der Konzern fast alle anderen Industriezweige beliefert.

BASF steht unter Druck: In den USA schmieden die beiden größten Chemieunternehmen Dow Chemical und DuPont einen neuen Branchengiganten, der BASF zumindest zeitweise vom Thron des Weltmarktführers stoßt. Nach dem Zusammenschluss soll der neue Konzern allerdings wieder in drei verschiedene Unternehmen aufgespalten werden. Diese sollen sich auf die Bereiche Agrarchemie, Kunststoffe und Spezialchemikalien konzentrieren. Bock hat bisher nicht das Übernahmefieber gepackt, die Erwartungen an ihn steigen aber, bei Übernahmen stärker mitzumischen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro