BASF und Gazprom schlossen Tausch milliardenschwerer Anteile ab

Ludwigshafen/Moskau - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF und der russische Energieriese Gazprom haben den lange geplanten Tausch milliardenschwerer Vermögensposten abgeschlossen. Mit dem Deal, der rückwirkend zum 1. April 2013 vollzogen wird, baut die BASF ihre Öl- und Gasförderung weiter aus und trennt sich im Gegenzug vom Gashandels- und Speichergeschäft.

Der BASF-Anteil an dem Tausch steuerte 2014 rund 12,2 Mrd. Euro zum Konzernumsatz und rund 260 Mio. Euro zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2015 lag der Umsatzanteil bei rund 7,2 Mrd. Euro, der Ebitda-Anteil bei rund 240 Mio. Euro.

Im Einzelnen gibt die BASF-Tochter Wintershall ihre Anteile am gemeinsamen Gashandels- und Speichergeschäft komplett an die Russen ab. Dazu gehören die Hälfte-Anteile an den Erdgashandelsgesellschaften Wingas, Wieh (Wintershall Erdgashandelshaus Berlin) und Wiee (Wintershall Erdgashandelshaus Zug) einschließlich der Anteile an der Speichergesellschaft Astora, die die Erdgasspeicher in Rehden und Jemgum/Deutschland betreibt, sowie des Anteils an dem Erdgasspeicher in Haidach in Österreich. Haidach bei Salzburg ist der größte unterirdische Erdgasspeicher Österreichs und einer der größten in ganz Europa.

An Haidach - zu einem Drittel im Besitz der österreichischen RAG (Rohölaufsuchungs AG) - hielt Gazprom bisher ein Drittel direkt, ein weiteres Drittel gehörte der Wintershall-Tochter Wingas, die schon zur Hälfte den Russen gehört hat.

Der Tausch war im vergangenen Dezember angesichts der Ukraine-Krise zunächst gestoppt worden. Anfang September wurde er dann doch besiegelt.

Luxemburg (APA/AFP) - Unternehmen können sich nicht missbräuchlich auf bestehende Steuerregeln berufen. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg entschied am Mittwoch, dass "missbräuchliche Praktiken von Wirtschaftsteilnehmern" von der Anwendung des EU-Rechts nicht gedeckt sind. Konkret bestätigte der EuGH eine Mehrwertsteuerforderung der Steuerbehörden in Irland für den Verkauf von Immobilien. (Az: C-251/16)
 

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EuGH-Urteil: Legal aber missbräuchlich heißt illegal

Luxemburg (APA) - Die landwirtschaftliche Produktion in der EU ist 2016 im Vergleich zu 2015 um 2,8 Prozent zurückgegangen. Österreich verzeichnete dagegen einen Zuwachs von 0,5 Prozent. Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte, nahm sowohl die tierische (minus 3,3 Prozent) als auch die pflanzliche (minus 2,5 Prozent) Erzeugung in der EU ab.
 

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Agrarproduktion ging in EU um 2,8 Prozent zurück, Österreich mit Plus

Brüssel (APA) - Die EU-Kommission hat sich Mittwoch bei der Präsentation ihrer Empfehlungen zu den Budgetentwürfen der Staaten für 2018 im Rahmen des Europäischen Semesters positiv über die wirtschaftliche Entwicklung gezeigt. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici jubelte über das beste Wirtschaftswachstum seit zehn Jahren. Das durchschnittliche Defizit im Euroraum werde 2018 weniger als ein Prozent betragen.
 

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EU-Kommission erfreut über bestes Wirtschaftswachstum seit 10 Jahren