Barnier: Wirtschaft muss sich stärker auf Brexit vorbereiten

Hannover/London (APA/Reuters) - Der EU-Chefunterhändler für den Brexit, Michel Barnier, hat die deutsche Wirtschaft aufgefordert, sich in der mit Großbritannien vereinbarten Übergangszeit auf die Folgen des EU-Austritts vorzubereiten. "Unternehmen dürfen keine Zeit verlieren", sagte Barnier am Montagabend auf der Hannover-Messe.

"Bereiten Sie sich jetzt auf alle Szenarien vor." Die Firmen sollten genau prüfen, wie stark ihre Geschäfte dem britischen Markt ausgesetzt seien.

Die Europäische Union und Großbritannien hatten sich auf eine Übergangszeit nach dem EU-Austritt geeinigt. Die Verlängerungsperiode gilt ab dem Brexit im März 2019 für 21 Monate. In der Zeit muss sich Großbritannien an EU-Regeln halten, behält dafür aber den Zugang zum EU-Binnenmarkt und zur Zollunion.

Barnier sagte: "Wir streben eine Partnerschaft mit Großbritannien an, die so eng wie möglich ist." Die EU müsse Geschlossenheit zeigen und sich auch ohne Großbritannien weiterentwickeln. "Die Zukunft Europas ist viel wichtiger als der Brexit."

Ankara (APA/Reuters) - Die türkische Regierung hat vor den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 24. Juni ihre Ausgaben hochgefahren. Dadurch wuchs das Budgetdefizit in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 78 Prozent auf umgerechnet rund 3,7 Mrd. Euro (20,5 Mrd. Lira), wie aus den am Montag veröffentlichten offiziellen Daten hervorgeht.
 

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Türkisches Staatsdefizit stieg vor Wahlen kräftig - Mehr Ausgaben

Vilnius (APA/Reuters) - Die EZB wird nach Einschätzung von Litauens Notenbankchef Vitas Vasiliauskas möglicherweise im Herbst 2019 erstmals seit Jahren ihre Zinsen straffen. "Da es traditionell keine Sitzung im August gibt, ist es offensichtlich, dass wir über September, Oktober sprechen könnten", sagte das EZB-Ratsmitglied am Montag vor Journalisten. "Ich würde sagen, es geht in Richtung Herbst."
 

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EZB-Notenbanker hält Zinserhöhung im Herbst 2019 für möglich

Wien (APA) - Die ÖVP/FPÖ-Regierung will den lebenslangen Rücktritt von Lebensversicherungen im Fall von falscher oder fehlender Belehrung um einiges unattraktiver machen. Betroffene sollen bereits 2019 deutlich weniger Geld herauskommen. Die Arbeiterkammer und die Liste Pilz kritisieren den schwarz-blauen Vorstoß.
 

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AK-Kritik: Regierung macht Versicherungsrücktritt unattraktiver