Barley mahnt Airlines zu mehr Transparenz bei Flugausfällen

Düsseldorf (APA/AFP) - Angesichts zahlreicher Flugausfälle und Verspätungen in der Urlaubszeit hat Verbraucherschutzministerin Katarina Barley (SPD) die Fluggesellschaften aufgefordert, ein funktionierendes Beschwerdemanagement aufzubauen. "Die Airlines müssen transparenter machen, warum ein Flug ausgefallen oder stark verspätet ist", sagte die SPD-Politikerin der Düsseldorfer "Rheinischen Post" vom Freitag.

Gerade in der Urlaubszeit seien Flugausfälle und große Verspätungen "ein echtes Ärgernis". Passagiere hätten in diesen Fällen Anspruch auf Entschädigung. Häufig sei der Ärger dennoch groß, weil sich die Airlines nicht kundenorientiert verhielten. "Auch mit außergewöhnlichen Umständen ist eine ausbleibende Entschädigung nicht pauschal zu rechtfertigen", sagte die Ministerin. Sie riet Passagieren in Deutschland, sich im Zweifel an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) oder die Schlichtungsstelle Luftverkehr beim Bundesamt für Justiz zu wenden. Das sei "unkompliziert und kostenlos".

Die Zahl der Flugausfälle ist heuer im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Zuletzt hatte der Billigflieger Ryanair wegen eines Streiks die Streichung von 600 Flügen mitten in der Urlaubszeit angekündigt.

Passagiere haben einen Anspruch auf Entschädigung, wenn die Fluggesellschaft für die Verspätungen oder Annullierungen verantwortlich ist. Dies gilt aber nicht bei höherer Gewalt, zu der Streiks oder Unwetter zählen.

Die privatrechtlich organisierte SÖP befasst sich seit November 2013 mit Schlichtungen zwischen Fluggesellschaften und ihren Kunden. Voraussetzung ist, dass Passagiere sich zunächst erfolglos beschwert haben. Für Schlichtungen mit Airlines, die nicht der SÖP oder einer vergleichbaren privatrechtlichen Stelle angeschlossen sind, ist die Schlichtungsstelle Luftverkehr beim Bundesamt für Justiz zuständig.

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