Bargeldverbot: Hayek warnt vor Freiheitsverlust

Das Hayek-Institut kämpft gegen jeden Ansatz zu einem Bargeldverbot und hat sich dazu Unterstützung aus Deutschland geholt. Der Münchner Ökonom und Buchautor ("Bargeldverbot") Gerald Mann nahm einen Vortrag in Wien zum Anlass, gegen das Verbot von Bargeld zu argumentieren. Eine Abschaffung würde die Einführung negativer Zinsen vorbereiten.

Bargeld ganz aufzugeben wird derzeit nur von einzelnen Ökonomen diskutiert, räumt Mann ein, nicht von Politikern, aber man könne nie wissen, ob die Politik nicht in einer neuerlichen Krise darauf aufspringen würde. Negative Zinsen für die Konsumenten wären nur möglich, wenn es kein Bargeld mehr gibt, da sonst die Menschen ihre Ersparnisse rasch aus der Bank abziehen würden, argumentieren Mann und Barbara Kolm, Präsidentin des wirtschaftsliberalen Hayek-Instituts.

Bei negativen Zinsen würden die Menschen zwar rasch ihr Geld ausgeben und damit die Konjunktur ankurbeln, aber die Sparkultur würde zerstört, warnt Mann. Weiters erwartet Mann als nächsten Schritt nach dem Bargeldverbot eine Beschränkung oder das Verbot des Goldhandels. "Irgendwann wird eine Rezession kommen, vielleicht schon nächstes Jahr", so Mann, und dann drohten solche drastische Einschnitte in die Wirtschaft. Ein wichtiges wirtschaftsliberales Argument gegen die Abschaffung ist auch der Verlust an persönlicher Freiheit, wenn jede Transaktion nachvollziehbar ist.

Auch der 500-Euro-Schein, dessen Abschaffung die EZB mit dem Argument erwägt, er würde vor allem dem Schwarzgeld-Transfer und der Terror-Finanzierung dienen, hat für normale Bürger seinen Wert, sagen Mann und Kolm. So hätten 2012 zahlreiche deutsche Sparer angesichts der damaligen Griechenland-Krise große Beträge abgehoben - ohne 500er wäre dies kaum zu bewältigen gewesen. Dazu komme, dass es jedem unbenommen bleiben sollte, sein Hotel im Urlaub bar zu zahlen, auch mit einem großen Schein. Mann weist auch darauf hin, dass in den USA der 10.000 Dollar Schein (9.012,26 Euro) weiter gültig ist, auch wenn keine neuen ausgegeben werden. Wolle man Terrorismus bekämpfen, dann müsste man auch den 500er wieder einziehen und nicht nur aufhören, neue Scheine auszugeben.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro