Barclays-Asiengeschäft könnte an lokalen Bieter gehen

London - Im Rennen um Teile des asiatischen Vermögensverwaltungsgeschäfts der britischen Bank Barclays zeichnen sich bereits Favoriten ab. Das Geldhaus DBS Group aus Singapur habe im Verkaufsprozess für die mit bis zu 300 Mio. Dollar (266 Mio. Euro) bewerteten Töchter in Hongkong und Singapur die Nase vorn, sagten mehrere mit der Lage vertraute Personen am Montag.

Darüber hinaus sei auch noch die Oversea-Chinese Banking Corp (OCBC) mit von der Partie, die ihren Sitz ebenfalls in Singapur hat. "Das ist ein Rennen zwischen DBS und OCBC", sagte einer der Insider. Ein Abschluss stehe jedoch noch aus und es könne durchaus noch Änderungen in letzter Minute geben. DBS, OCBC und Barclays wollte sich dazu nicht äußern.

Der Verkauf ist Teil des von Barclays-Chef Jes Staley angestoßenen Umbaus der Bank. Im Zuge dessen hatte Insidern zufolge auch der Schweizer Vermögensverwalter Julius Bär eine unverbindliche Offerte abgegeben. Julius Bär lehnte eine Stellungnahme zum Stand des Prozesses ab.

Mehrere europäische Banken haben sich im Rahmen von Sparmaßnahmen aus Asien zurückgezogen. Unter den Vermögensverwaltern gilt die Region jedoch als großer Hoffnungsmarkt.

Wirtschaft

Innovationen heben Unternehmenskäufe auf Rekordhöhe

Wirtschaft

Dieselgipfel: Debatte um Verbot von Verbrennungsmotoren verunsichert

Wirtschaft

Out of Business: Insolvenzfälle vom 21. August 2017