Bankenrettungsfonds in Slowenien eingerichtet

Ljubljana - Die slowenische Notenbank hat den nationalen Rettungsfonds für Banken eingerichtet. Die in Slowenien tätigen Banken zahlten insgesamt 191 Mio. Euro in den Fonds ein. Das entspricht mehr als der Hälfte der Mittel, über die der Fonds verfügen soll, berichtete die slowenische Nachrichtenagentur STA am Donnerstag.

Aus dem Bankenrettungsfonds werden künftig Sanierungsmaßnahmen für angeschlagene Geldinstitute finanziert, für die bisher die Steuerzahler in die Tasche greifen mussten. Der Fonds soll Mittel in der Höhe von insgesamt 2,3 Prozent aller garantierten Bankeinlagen halten, was rund 345 Mio. Euro ausmacht.

Der Beitrag der einzelnen Banken war unterschiedlich: Am meisten, 44,5 Mio. Euro, zahlte die staatliche Großbank NLB (Nova Ljubljanska Banka) ein, gefolgt von der Tochter der italienischen Bank-Austria-Mutter UniCredit mit 22,9 Mio. Euro. Der Beitrag von kleinen Sparkassen lag unter einer Million Euro.

Unter den österreichischen Tochterbanken trug die slowenische Hypo Alpe Adria Bank mit 13,1 Mio. Euro am meisten bei. Die Raiffeisen-Tochter zahlte 9,6 Mio. Euro und die Banka Sparkasse, die mehrheitlich der Kärntner Sparkasse AG gehört, 8,8 Mio. Euro ein.

De Fonds wird bis Dezember 2024 tätig sein. Zusätzlich zu den Einzahlungen werden die Banken Rückstellungen bilden müssen, um jederzeit die Mittel in der Höhe von 1 Prozent aller Bankeinlagen bzw. 150 Mio. Euro zur Verfügung stellen zu können.

Wien/Linz (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere hat der Zweitangeklagte Walter Meischberger heute den ganzen Tag lang die genauen Fragen der Richterin zu den Liechtenstein-Konten beantworten müssen. Dabei kam der frühere FPÖ-Spitzenpolitiker und Grasser-Trauzeuge einige Male ins Rätseln - obwohl er ja angibt, alle drei Konten seien in Wahrheit ihm zuzurechnen.
 

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Grasser-Prozess - Meischberger rätselt über Liechtenstein-Konten

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Wirtschaft

Sonja Sarközi wird Chefin der russischen Sberbank Europe in Wien

Dublin/Frankfurt (APA/dpa) - Die deutsche Bundesregierung soll nach Auffassung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) mehr für den Luftverkehr und die dort beschäftigten Arbeitnehmer tun. Es gelte unter anderem, atypische Beschäftigungsmodelle auf europäischer Ebene zu unterbinden, erklärte VC-Präsident Ilja Schulz am Mittwoch beim Deutschen Verkehrspilotentag in Frankfurt.
 

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Pilotengewerkschaft Cockpit kritisiert Leihpilotensystem bei Ryanair