Banken: Unternehmen in der Eurozone kommen leichter an Kredite

Frankfurt - Unternehmen aus der Eurozone kommen etwas leichter an Bankkredite. Die Geldhäuser lockerten im ersten Quartal ihre Standards für Darlehen an Firmenkunden weiter, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) unter Banken hervorgeht. Auch kämen Verbraucher etwas besser an Konsumentenkredite.

Der Umfrage zufolge sorgten unter anderem die großangelegten Wertpapierkäufe der Zentralbank für zusätzliche Liquidität bei den Geldhäusern, was die Kreditvergabe angeschoben hat. In Deutschland hat das massive EZB-Aufkaufprogramm nach Angaben der deutschen Bundesbank hingegen keine Auswirkungen auf die Kreditrichtlinien.

"Im ersten Quartal 2015 haben sich die Vergabestandards für Kredite an Unternehmen weiter gelockert und damit die Erholung des Kreditwachstums unterstützt", hieß es in dem EZB-Bericht. An der Umfrage, die vom 6. bis 23. März lief, nahmen insgesamt 142 Banken teil. Den Ergebnissen zufolge verbesserte sich im ersten Quartal die Nachfrage von Firmen nach Krediten weiter - wenn auch nicht ganz so stark wie von den Geldhäusern zuvor erwartet. "Gleichzeitig rechnen die Banken mit einem erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Krediten für Unternehmen im zweiten Quartal 2015." Auch die Vergabestandards für Verbraucherkredite haben sich der Umfrage zufolge im Auftaktquartal weiter gelockert. Die Bedingungen für Hauskredite an Privatleute hätten sich hingegen im Euroraum im ersten Quartal leicht verschärft.

Die Währungshüter kaufen seit dem 9. März in großem Stil Staatsanleihen - geplant sind bis September 2016 insgesamt monatliche Käufe im Volumen von 60 Mrd. Euro. Damit will die EZB die Kreditvergabe ankurbeln und der Konjunktur unter die Arme greifen. Der Umfrage zufolge haben die Zentralbanker bereits Erfolg: Banken hätten zusätzliche Gelder aus dem Verkauf von Schuldtiteln insbesondere für die Kreditgewährung eingesetzt - vorne weg für Kredite an Unternehmen, hieß es in dem Bericht. Viele Geldhäuser planten dies auch für die nächsten sechs Monate.

In Deutschland blieben die Kreditvergabe-Standards für Unternehmen nach Angaben der Bundesbank im ersten Quartal "nahezu unverändert." Dies treffe auch für private Baukredite zu. Der Kreditbedarf im Geschäft im Verbraucherdarlehen nahm in Deutschland spürbar zu wie auch die Nachfrage nach Krediten für den privaten Wohnungsbau. Die Nachfrage der Unternehmen blieb dagegen laut Bundesbank "per Saldo unverändert".

Laut Bundesbank verbessert das große EZB-Kaufprogramm zwar die Finanzierungsbedingungen für Banken. Es belaste aber auch ihre Erträge. Im Zuge des EZB-Programms sind die Renditen vieler europäischer Schuldtitel zuletzt deutlich gesunken. An einen Verkauf ihrer Anleihen denken die Geldhäuser in Deutschland nach Angaben der Bundesbank nicht. "Kaum eine deutsche Bank aus der Stichprobe beabsichtigt einen Verkauf marktfähiger Aktiva im Rahmen des Programms." Die Geldhäuser erwarteten keinerlei Auswirkungen des Programms auf ihre Kreditstandards. Mehr Liquidität gebe es aber bei den Banken aufgrund höherer Kundeneinlagen - dies werde auch für die Kreditvergabe genutzt.

In Österreich ist die Nachfrage von Unternehmen nach Krediten zum Jahresbeginn zum ersten Mal seit 2007 wieder minimal gestiegen. Für das laufende Quartal erwarten die heimischen Geldhäuser laut Nationalbank (OeNB) eine unveränderte Kreditnachfrage bei Unternehmen. Die Kreditrichtlinien für Unternehmen wurden im ersten Quartal allerdings etwas verschärft.

Wien/Paris (APA) - Der globale Rohstoffverbrauch wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis 2060 nahezu verdoppeln. Von derzeit jährlich 90 Gigatonnen soll der Verbrauch auf 167 Gigatonnen ansteigen, geht aus einem Vorausbericht zu einer OECD-Studie zum künftigen Rohstoffverbrauch hervor.
 

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OECD: Globaler Rohstoffverbrauch wird sich bis 2060 verdoppeln

Straßburg (APA/dpa) - Die EU-Kommission diskutiert am Dienstag (13.00 Uhr) in Straßburg über die umstrittenen italienischen Budgetpläne für 2019. Das Gremium der Kommissare werde das weitere Vorgehen im Streit mit der Regierungskoalition aus populistischer Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega beraten, hieß es im Vorfeld.
 

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EU-Kommission berät weitere Schritte im Haushaltsstreit mit Italien

Berlin/München (APA/Reuters) - BMW ruft wegen Problemen bei Klimaanlagen weltweit weitere 1,6 Millionen Autos zurück. Betroffen seien Diesel-Fahrzeuge, die vom August 2010 bis August 2017 produziert worden seien, teilten die Bayern am Dienstag mit. Bei den Autos könne Kühlflüssigkeit austreten, was im Extremfall einen Brand auslösen könnte.
 

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BMW ruft wegen Kühlmittel-Problemen weitere 1,6 Mio. Autos zurück