Banken erschweren Handel mit "Pennystocks"

Wien - Österreichs Banken verbieten bzw. erschweren ihren Kunden aus Gründen des Anlegerschutzes den als riskant und hochspekulativ geltenden Handel mit Billigstaktien, sogenannten "Pennystocks". Order von Kunden, die Wertpapiere für unter 15 Cent je Stück kaufen wollen, werden etwa bei der BAWAG-Gruppe ab 1. Februar blockiert, berichtet das "Wirschaftsblatt" (Montagausgabe).

Bei der Erste Bank und ihrem Online-Broker Brokerjet dürfen Kunden die auf Sperrlisten von Behörden befindlichen Wertpapiere nur nach Absprache mit der Compliance-Abteilung handeln, sagte eine Sprecherin der Bank auf APA-Anfrage. Nicht betroffen von des Restriktionen sind bereits am Depot befindliche Wertpapiere, also auch solche, die etwa unter 15 Cent notieren.

Nicht nur einzelne riskante Aktien sondern ganze Marktplätze sind vom Bann österreichischer und internationaler Banken betroffen, berichtet das "Wirtschaftsblatt" weiter. Sie berufen sich dabei auf internationale regulatorische Einschränkungen sowie den mit diesen Werten verbundenen Gefahren wie fehlende Transparenz und Liquidität oder dem Risiko von Kursmanipulationen und Betrug.

Da in den USA Pennystocks an spezialisierten Marktplätzen gehandelt werden, werden von der BAWAG etwa auch diese Handelsplätze nicht mehr angeboten, wie etwa Nasdaq OTC.

Wilhelm Rasinger, Vorsitzende des Interessensverbands für Anleger (IVA), zeigt Verständnis für diese Maßnahme. Pennystocks seien ohnehin eher ein Spielfeld von Spekulanten als von Anlegern: Jene, die sich mit Pennystocks beschäftigen, seien auf spezialisierten Plattformen im Internet auch gut aufgehoben, so Rasinger zum "Wirtschaftsblatt".

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