Banken im Euroraum reichen mehr Kredite aus

Die Kreditvergabe an Unternehmen in der Eurozone legt laut Europäischer Zentralbank dank der Geldflut zu. Banken hätten im Februar um 0,9 Prozent mehr Darlehen an nicht zur Finanzbranche zählende Firmen vergeben als vor Jahresfrist, teilte die EZB heute, Dienstag, in Frankfurt mit. Im Jänner hatten sie noch um 0,6 Prozent mehr Kredite an Unternehmen weitergereicht.

Privathaushalte im Währungsraum erhielten von den Instituten im Februar um 1,6 Prozent mehr Darlehen als ein Jahr zuvor.

Seit März 2015 kaufen die Währungshüter massiv Staatsanleihen der Euroländer auf, um Banken dazu zu bewegen, mehr Kredite zu vergeben statt in Bonds zu investieren. Das Kaufprogramm ist inzwischen auf 1,74 Billionen Euro angelegt und soll noch bis mindestens Ende März 2017 laufen.

Die für die Währungsgemeinschaft wichtige Geldmenge M3 nahm im Februar um 5,0 Prozent zu. Experten hatten mit einem Plus in genau dieser Höhe gerechnet. Die Geldmenge M3 umfasst unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen mit bis zu zwei Jahren Laufzeit.

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