Bank of England behält Schlüsselzinssatz bei 0,5 Prozent

London (APA/Reuters) - Angesichts des Konjunktureinbruchs zu Jahresbeginn scheut die britische Notenbank (Bank of England) vor einer Zinserhöhung vorerst zurück. Sie beließ den Schlüsselsatz zur Versorgung der Banken mit Zentralbankgeld am Donnerstag bei 0,5 Prozent. Die Entscheidung fiel jedoch nicht einstimmig: Drei der neun Währungshüter votierten für eine Erhöhung - darunter Chefvolkswirt Andy Haldane.

Experten hatten nur mit zwei Gegenstimmen gerechnet. Die zunehmende Zahl der Befürworter einer Zinserhöhung in den Reihen der Notenbank dürfte Markterwartungen schüren, dass die Zinsen womöglich im August angehoben werden.

Die Wirtschaft auf der Insel lahmt nicht zuletzt wegen der vergleichsweise hohen Inflation. Grund dafür ist, dass die Landeswährung Pfund seit dem Brexit-Votum im Sommer 2016 schwächelt, wodurch sich Importe verteuern. Dies zehrt an der Kaufkraft der Briten. Zudem investieren viele Firmen weniger, auch wegen der Unsicherheit über die künftigen Handelsbeziehungen nach dem geplanten EU-Ausstieg Ende März 2019.

Notenbankchef Mark Carney hatte das Mini-Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent in den Wintermonaten jüngst als vorübergehend bezeichnet. Dieser Einschätzung schloss sich das Führungsgremium der Bank of England nun an. Es erwartet für das zweite Quartal eine Belebung der Konjunktur bei einem Wachstum von 0,4 Prozent. Zugleich signalisierten die Währungshüter, dass künftige Zinserhöhungen wahrscheinlich schrittweise und begrenzt ausfallen dürften. Mit einer strafferen Geldpolitik soll einer Überhitzung der Wirtschaft vorgebeugt werden, die derzeit von der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit 1975 gekennzeichnet ist. Die Londoner Währungshüter hatten im November 2017 erstmals seit einem Jahrzehnt die Zügel gestrafft.

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