Bank Burgenland: Heta mit 46,7 Millionen Abschreibung

Wien/Eisenstadt/Klagenfurt - Wegen der Zahlungsausfälle bei der Hypo-Abbaugesellschaft Heta hat auch die Bank Burgenland nochmals Abschreibungen tätigen müssen. Zu den schon 2014 gebildeten Vorsorgen von mehr als 25 Millionen kamen 2015 nun weitere rund 20 Millionen Euro dazu - dies vor allem wegen des von der FMA heuer angeordneten Heta-Schuldenschnitts.

Betroffen ist die Bank Burgenland insbesondere über die Pfandbriefstelle. Zum Konzernbilanzstichtag 2015 waren bei der Bank Burgenland auf den Heta-Titel damit 46,7 Mio. Euro abgeschrieben. Das teilte die Bank am Freitagnachmittag mit.

Außerdem habe die Bank Burgenland bei den vom Heta-Memorandum bzw. vom Haircut erfassten Anleihen der Pfandbriefstelle auch den auf das Land Burgenland entfallenden Anteil "liquiditätsmäßig vorfinanziert", wobei hier nun eine Forderung gegen das Land besteht. Die Forderung wird allerdings vom Land noch bestritten.

Die Bank Burgenland hat als Konzernobergesellschaft für mehrere Banken und Finanzgesellschaften am Freitagabend die Jahresbilanz vorgelegt. Wie bei vielen anderen Instituten wurden nach Prüfungen durch die Rechnungslegungsprüfstelle im Nachhinein leichte Änderungen in der Vorjahresrechnung (Restatement) erfasst. Das besserte das Konzernergebnisses 2014 von bisher 0,9 Mio. auf 2,1 Mio. Euro auf.

Als Spitze der gesamten Grawe Bankengruppe weist die Bank Burgenland für 2015 mit 66,8 Mio. Euro (Vorjahr, angepasst: 2,1 Mio. Euro) einen Rekord-Konzerngewinn nach IFRS aus. Es gab eine Reihe von Einmaleffekten - Erlöse aus Finanzinstrumenten, Konsolidierungseffekte, Heta. Nach Bankangaben ist es aber auch nach Bereinigung um diese Sondereffekte sehr gut gelaufen. Bank-Konzernchef Christian Jauk: „Wir schauen auf das operativ erfolgreichste Jahr in unserer Geschichte zurück“.

Geholfen hat auch, dass die neu zugekaufte ehemalige "Kirchenbank" Schelhammer & Schattera erstmals dazubilanziert wurde. Die kleine Bank habe ebenfalls schöne Gewinne geliefert. Knapp positiv bilanzierte die Banktochter in Sopron, die damit über den Plänen zu liegen kam.

Zur Grawe Bankengruppe gehören neben der Bank Burgenland als übergeordnetes Institut unter anderem die BB Leasing, die Sopron Bank, die Capital Bank, die Brüll Kallmus Bank, die Security KAG und seit Juni 2015 auch das Bankhaus Schelhammer & Schattera AG. Letztere wurde von der Grawe-Bankengruppe zu 85 Prozent gekauft.

Operativ legte die Bankengruppe beim Zinsüberschuss um 14 Prozent zu, und beim Provisionsergebnis um 10,5 Prozent.

Die Konzernbilanzsumme lag zum Jahresende bei 4,96 Mrd. Euro, ein Zuwachs um mehr als 19 Prozent. Im Konzern arbeiten 823 Leute. Davon 324 in der Bank Burgenland AG selbst, die im Osten Österreichs u.a. im Immobilienfinanzierungsgeschäft aktiv ist.

Eine Bankomatabhebungsgebühr habe die Bank Burgenland nicht vor, sagte Jauk am Freitag. Ganz allgemein würde er in der Debatte empfehlen, einmal die internationalen Gebührengefüge zu vergleichen. Damit würde belegt, dass die österreichischen Geldinstitute ihre Dienste sehr günstig anbieten würden.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Lufthansa kann nach Einschätzung eines Experten noch in diesem Jahr mit der Genehmigung der EU-Kommission für den Kauf eines großen Teils der insolventen Air Berlin rechnen - aber nur unter harten Bedingungen. "Es wird Auflagen geben, die noch über die Abgabe von Slots hinausgehen dürften", erklärte Luftfahrtexperte Ulrich Schulte-Strathaus am Dienstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt.
 

Newsticker

Lufthansa muss mit harten EU-Auflagen rechnen

Dallas (Texas)/New York (APA/Reuters) - Der US-Telekomkonzern AT&T will nach dem Einspruch der US-Regierung die geplante milliardenschwere Übernahme des Medienkonzerns Time Warner vor Gericht durchboxen. AT&Ts Prozessanwalt Dan Petrocelli sagte dem Sender CNBC am Dienstag, dass das Fusionsvorhaben keine Bedrohung für die Verbraucher darstelle. Die Klage des Justizministeriums sei deshalb "töricht".
 

Newsticker

AT&T-Anwalt will für Time-Warner-Kauf vor Gericht ziehen

Wien/Wels (APA) - Der oberösterreichische Industrielle Stefan Pierer hat über ihm nahestehende Gesellschaften seinen Anteil an der KTM Industries AG weiter aufgestockt. Die Pierer Industrie AG habe von Organen der KTM Industries AG sowie von der Gesellschaft nahestehenden Personen insgesamt 12,2 Mio. Aktien zu je 4,80 Euro/Aktie erworben. Das entspreche rund 5,42 Prozent des Grundkapitals.
 

Newsticker

Pierer stockt bei KTM Industries auf