Bank Austria: Steuerreform und billiges Öl stärken Binnennachfrage

Bereits zu Beginn des Jahres 2016 ist nach Einschätzung der Ökonomen der Bank Austria eine Konjunkturauffrischung zu erwarten. "Wir rechnen mit einem Wirtschaftswachstum zu Jahresbeginn von bis zu 0,5 Prozent zum Vorquartal", sagt Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer im aktuellen "Konjunkturindikator". Für das Gesamtjahr wird ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent erwartet.

"Nach der moderaten Wachstumsphase Ende 2015 sollte die österreichische Wirtschaft im ersten Quartal 2016 unterstützt durch die Effekte der Steuerreform spürbar expandieren können", meint Bruckbauer. Auch der niedrige Ölpreis dürfte die Binnennachfrage stärken.

Die Stimmungslage der österreichischen Wirtschaft habe sich im Dezember der deutlich besseren in fast allen Ländern des Euroraums zumindest angenähert. Weiterhin im Keller bleibt die Stimmung der Konsumenten. "Nur noch während der Wirtschaftskrise 2009 war der Pessimismus unter den österreichischen Konsumenten größer", so die Bank-Austria-Volkswirte. Das hänge mit der negativen Entwicklung am Arbeitsmarkt zusammen, auch wenn die Lage in Österreich besser sei als in anderen europäischen Ländern. Die Arbeitslosenquote (nach österreichischer Definition) wird heuer auf 9,5 Prozent (2015: 9,1 Prozent) weiter steigen und auch 2017 nicht zurückgehen.

Die Teuerung dürfte sich heuer beschleunigen, obwohl der niedrige Ölpreis in der ersten Jahreshälfte weiterhin dämpfen wirken wird. "Mit 1,4 Prozent wird der Anstieg der Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt jedoch über dem Vorjahreswert (0,9 Prozent, Anm.) liegen", sagt Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl.

Das Budgetdefizit soll heuer mit 1,7 Prozent des BIP so hoch bleiben wie im Vorjahr und 2017 auf 1,3 Prozent zurückgehen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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