Bank Austria: Russland-Sanktionen schaden uns vorerst nicht

(Reuters) - Die UniCredit -Osteuropatochter Bank Austria rechnet nicht unmittelbar mit negativen Effekten der Sanktionen auf ihr wichtiges Russland-Geschäft. "Was die Sanktionen betrifft, erwarten wir für dieses Jahr keine großen Auswirkungen. Für 2015 kann ich noch nichts sagen", sagte Bank-Austria-Vorstand Gianni Franco Papa den "Salzburger Nachrichten" (Donnerstagausgabe). Im Zuge der verschärften Sanktionen des Westens gegen Russland unterliegen europäische Banken gewissen Einschränkungen bei ihren Geschäften mit russischen Geldhäusern und anderen staatlichen Institutionen - etwa beim Handel von deren Wertpapieren.

An den Verkaufsplänen für die ukrainische Tochter halte die Bank Austria fest. "Wir führen Gespräche mit potenziellen Interessenten", sagte Papa. "Die aktuelle Lage ist nicht gerade förderlich. Der Prozess wird länger dauern", räumte er ein.

Trotz der Krise in der Ukraine wolle die Bank Austria weiterhin in Osteuropa investieren. Zwar dürfte sich die Wirtschaft in der Region im kommenden Jahr schlechter entwickeln als zuletzt erwartet. "Dennoch sind wir optimistisch und erwarten im Durchschnitt ein Plus von 1,5 bis zwei Prozent", sagte Papa. Wie sich angesichts der durchwachsenen Wirtschaftsentwicklung das Volumen an faulen Krediten entwickeln werde, ließ der Manager offen. "Da bin ich vorsichtig. Wir haben jedes Jahr gesagt, wir hätten den Höhepunkt erreicht, und im folgenden Jahr waren es noch mehr. Aber es gibt Verbesserungen bei den Risikokosten und allmählich auch bei den Risikovorsorgen für Kredite", sagte er dem Blatt.

Auch für weitere Zukäufe in Osteuropa zeigte sich Papa offen. Die Gesundheitschecks der Europäischen Zentralbank (EZB) bei den größten Banken der Euro-Zone könnten "Katalysator für eine neue Welle der Konsolidierung sein, in dem Sinne, dass Banken sich von Aktivitäten in der Region trennen", sagte er. Auch UniCredit habe zuletzt in einigen Märkten zugekauft. "Wir beobachten den Markt", sagte Papa.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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