Bank Austria dementiert Probleme bei CEE-Abspaltung

Wien/Mailand - Bei der Abspaltung der Osteuropa-Banken sieht sich die Bank Austria selbst gut im Zeitplan. Der "Standard" (Montag) wiederum berichtet, dass das Timing der italienischen Konzernmutter UniCredit, das CEE-Geschäft der Bank Austria nach Mailand zu übersiedeln, "ins Trudeln gerät". Demzufolge könnte der Umbau nicht wie geplant bis Ende September stehen und rückwirkend per Anfang Jänner 2016 gelten.

"Wir kommentieren Spekulationen und Gerüchte nicht", sagte Unternehmenssprecher Martin Halama heute, Montag, zur APA und verwies auf die jüngsten Angaben von Bank-Austria-Chef Robert Zadrazil in einem Interview mit dem aktuellen "Trend": "In den nächsten Wochen und Monaten werden in den Gremien die entsprechenden Beschlüsse gefällt. Wir wollen die Abspaltung bis Ende dieses Jahres umgesetzt haben." Laut Zadrazil hält der Zeitplan für das Ostgeschäft.

Der "Standard" schreibt, dass für Juli eine Aktionärsversammlung auf der Agenda stehe und dass der Spaltungsplan spätestens einen Monat vor der Hauptversammlung veröffentlicht werde - dafür wäre jetzt also höchstens noch zwei Wochen Zeit. Die Italiener wollen den Deal den Zeitungsangaben zufolge bis Ende September im Handelsregister eintragen, denn nur dann wirke er rückwirkend per 1. Jänner. Dazu der Bank-Austria-Sprecher knapp: "Wir haben keinen Zeitplan jemals kommuniziert."

"Dass sich alles rechtzeitig ausgeht, bezweifeln Insider", schreibt der "Standard" unter Verweis auf zähe, noch nicht abgeschlossene Verhandlungen mit den Golden-Share-Aktionären Betriebsratsfonds und AVZ-Stiftung, die der Gemeinde Wien nahesteht. Beide könnten den Angaben zufolge gemäß Bank-der-Regionen-Vertrag (Rebora) den Spaltungsbeschluss verhindern, indem sie der Hauptversammlung fernblieben.

Der Betriebsrat verlangt laut "Standard" Zusagen, dass die Bank Austria mittelfristig "lebensfähig" bleibt, auch ohne Ostgeschäft. Es gehe um die Finanzierung durch die UniCredit und Absicherungen wie jene, das Filialgeschäft nicht zu verkaufen. Mit dem CEE-Deal gingen der Bank Austria 13 Töchter mit einer Bilanzsumme von 80 Mrd. Euro und einem Gewinnanteil von rund 800 Mio. Euro verloren.

Die Gemeinde Wien wiederum müsse "alle Risiken ausschließen, die ihr aus ihren Garantien für die Bank Austria entstehen könnten", heißt es in der Zeitung weiters. Die AVZ hafte zwar als Bürge, habe aber nicht genug Vermögen, sodass im Ernstfall Wien als Ausfallsbürgin einspringen müsste. Dem Bericht zufolge geht es dabei um rund 5 Mrd. Euro (inklusive Verpflichtungen für die 3.000 unkündbaren Bank-Austria-Mitarbeiter und die Bankpensionisten). Die Gemeinde Wien will alle Risiken abgesichert sehen, die bei einer Bank-Austria-Schließung schlagend würden. Von diesem Fall gehe aber niemand aus.

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