Bank Austria-Mutter UniCredit begleitet Italiens Post an die Börse

Die Bank Austria-Mutter UniCredit begleitet die italienische Post an die Börse. Die Mailänder Großbank ist vom italienischen Wirtschaftsministerium zum Global Coordinator für den Börsengang gewählt worden, der im Oktober stattfinden soll, berichteten italienische Medien am Donnerstag.

Bis Juli soll bei der Mailänder Börsenaufsichtsbehörde Consob der Notierungsantrag eingereicht werden, verlautete es aus Kreisen des Wirtschaftsministeriums. Die Post, Italiens größter Arbeitgeber, wird mit circa 11 Mrd. Euro bewertet. Ein 40-prozentiger Anteil soll an die Börse gebracht werden, was rund 4 Mrd. Euro in die Staatskasse spülen soll. Die Einnahmen sollen der Eindämmung der italienischen Staatsschuld dienen. Privatisierungen sind ein Eckpfeiler im Programm der Regierung von Premier Matteo Renzi zum Schuldenabbau.

Um sich börsenfit zu machen, hat die italienische Post mit der Umsetzung eines ambitionierten Diversifizierungsplans begonnen. Das Unternehmen peilt nicht nur einen 30-prozentigen Marktanteil im Paketversand an, es will sich auch als Plattform für digitale Zahlungsformen etablieren und in diesem Bereich mit 16 Millionen Kredit -und Debitkarten eine führende Rolle in Italien spielen. 3 Mrd. Euro sollen in Infrastruktur und digitale Plattformen investiert werden. Weitere 500 Mio. Euro sollen für die Modernisierung der Postfilialen ausgegeben werden.

Der neue Entwicklungsplan der Post sieht auch Kürzungen vor. Das Unternehmen will 455 Filialen schließen und weitere 609 umstrukturieren. Damit würde die Zahl der Postfilialen Italien-weit auf 13.000 schrumpfen. So manche Postfiliale in kleineren Gemeinden soll nur jeden zweiten Tagen aufsperren.

Zürich (APA/awp/sda/Reuters) - Zwei geplante Gesetzesänderungen könnten nach Ansicht der Ratingagentur Moody's den Schweizer Immobilienmarkt umkrempeln. "Der durch die Initiativen ausgelöste fundamentale Wandel würde inländische Banken an einem kritischen Punkt im Konjunkturzyklus treffen", erklärte Moody's-Experte Mathias Külpmann gemäß dem am Montag veröffentlichten Bericht "Banking Switzerland".
 

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Moody's warnt vor schwierigen Zeiten für Schweizer Banken

Brüssel (APA) - Ernüchterung herrscht unter den 27 EU-Staaten über den Stillstand bei den Brexit-Verhandlungen. Große Hoffnungen waren zunächst in ein Treffen Sonntagabend zwischen dem britischen Brexitminister Dominique Raab und EU-Chefverhandler Michel Barnier gesetzt worden. Doch gab es keine Fortschritte. Die EU-Botschafter wurden danach in Brüssel über die Situation informiert.
 

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Brexit - Ernüchterung bei EU-27 nach Treffen Barnier-Raab

Berlin (APA/Reuters) - Die Probleme der Autobranche mit dem neuen Abgastest WLTP werden nach Prognosen des deutschen Wirtschaftsministeriums die Konjunktur in Deutschland vorübergehend belasten. "Der Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Leistung wird dadurch im dritten Quartal etwas gedämpft", heißt es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.
 

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Probleme in Autoindustrie dämpfen deutsche Konjunktur