Bank Austria behält den Fokus auf Osteuropa

Die UniCredit behält ihren Fokus auf Osteuropa und rüttelt auch nicht daran, dass die Steuerung des Osteuropageschäfts in der Österreich-Tochter Bank Austria und damit in Wien bleibt. Die CEE-Abteilung ist Teil der Bank Austria und das wird auch so bleiben, sagte der neue CEE-Chef der Bank, Carlo Vivaldi (49), am Dienstagabend vor Journalisten in Wien.

Das gelte auch, wenn der Vertrag der Regionen ausläuft, der bis 2016 den Erhalt der Osteuropazentrale in Wien garantiert. Ganz grundsätzlich gebe es keinen Grund, die aktuelle Struktur der Bank umzubauen, da sie gut funktioniere. Das gelte auch dafür, dass aus historischen Gründen das Polen-Geschäft von der Mutter in Italien aus geleitet wird, sagte Vivaldi bei seinem ersten Pressegespräch seitdem er Mitte Februar seinen neuen Posten angetreten hat. Davor war er zuletzt Vize-Chef der Türkei-Tochter der Bankengruppe. Von 2007 bis Ende 2010 war Vivaldi auch bereits in Wien für die UniCredit tätig gewesen - als Finanzvorstand der Bank Austria.

"Wir wollen in CEE bleiben", das sei der "Motor" für die UniCredit, so Vivaldi. Während in praktisch allen anderen Banken das Osteuropageschäft im Umbau sei, gelte dies nicht für sein Haus. Die UniCredit ist neben Italien, Deutschland und Österreich in 14 "Ostländern" aktiv: Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Tschechien, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Türkei, Ukraine und Ungarn. Dazu kommen Leasinggesellschaften im Baltikum.

In CEE wird auch mit zuletzt 1,5 Mrd. Euro der Großteil des Profits erwirtschaftet. Wobei Russland trotz eines Rückgangs um 24 Prozent 2014 mit 447 Mio. Euro Überschuss immer noch das profitabelste Land für die UniCredit war, vor der Türkei mit einem Gewinn von 341 Mio. Euro. In Russland werden vor allem ausgewählte Großfirmen und wohlhabende Privatkunden betreut. Mit diesem Mix sei man auch in der aktuellen, schwierigen Situation erfolgreich, sagte Vivaldi.

Die Türkei ist ein Markt "wo wir wachsen wollen", so Vivaldi. Zusätzliches Kapital sei dafür in naher Zukunft nicht nötig. Man müsse aber klar sehen, dass vor gut fünf Jahren noch eine Rentabilität (Return on Investment) von 20 bis 25 Prozent gängig war, vor drei Jahren waren es immer noch 18 Prozent und jetzt sind es 13 Prozent. Die Rückkehr zu Werten von 20 Prozent aufwärts sei nicht realistisch, aber 14 oder 15 Prozent könnte man erreichen.

Auch in Ungarn will die UniCredit bleiben, so Vivaldi. Immerhin habe man dort im Gegensatz zur Konkurrenz keinen Verlust gemacht.

Zukäufe sind grundsätzlich denkbar, konkrete Projekte gebe es im Moment aber nicht. Besonders interessante Märkte sind unverändert Tschechien, die Türkei und Polen, das allerdings nicht in den Einflussbereich Vivaldis fällt. Russland hingegen ist im Gegensatz zu früher nicht mehr im Fokus für eine Erweiterung, dort soll das aktuelle Geschäft aber gehalten werden. Auch bei der Veräußerung der Ukraine-Tochter - die weiter als Objekt zum Verkauf geführt wird - gebe es zwar Gespräche, aber keine Bewegung. Derzeit sei man mehr darauf konzentriert, das Geschäft zu restrukturieren.

Wels/Prag (APA) - Die österreichische Möbelkette XXXLutz hat den Umsatz in Tschechien im Geschäftsjahr 2016/2017 um 41 Prozent auf 2,23 Milliarden Kronen (86,18 Mio. Euro) gesteigert, berichtet die tschechische Nachrichtenagentur CTK am Montag. Der Gewinn stieg laut Geschäftsbericht um 18 Prozent auf 46 Millionen Kronen. Der Konzern hat neue Märkte eröffnet und dadurch seine Marktposition gestärkt.
 

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XXXLutz-Gruppe steigerte 2016/17 Umsatz in Tschechien um 41 Prozent

Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Industrie hat von der Europäischen Union ein selbstbewusstes Auftreten bei den anstehenden Handelsgesprächen mit den USA gefordert. "Europa darf sich nicht erpressen lassen", erklärte BDI-Präsident Dieter Kempf am Montag. Der Automobilverband VDA mahnte aber, die EU dürfe nicht mit Vorbedingungen in die Gespräche mit US-Präsident Donald Trump am Mittwoch gehen.
 

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Deutsche Industrie für selbstbewusste EU bei Gespräch mit Trump

München (APA/Reuters) - Europas größter Versicherer Allianz will seinen südeuropäischen Kunden künftig bei Schäden an Haus oder Wohnung gleich einen Handwerker ins Haus schicken können. Die Tochter Allianz Partners kauft vom Finanzinvestor Portobello Capital den spanischen Reparatur-Dienstleister Multiasistencia, wie der Versicherer am Montag in München mitteilte.
 

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Allianz kauft Handwerker-Service aus Spanien