Bangladesh: Über 200 Textilfabriken seit 2013 geschlossen

Dhaka (APA/AFP) - Seit dem Einsturz des Rana-Plaza-Fabrikgebäudes im April 2013 sind in Bangladesch nach Branchenangaben mehr als 200 Textilfirmen geschlossen worden. Zehntausende Beschäftigte hätten dadurch ihre Arbeit verloren, teilte der Verband der Textilbranche des Landes am Donnerstag in Dhaka mit. Bei den meisten Fabriken habe es sich um kleine und mittlere Unternehmen mit 300 bis 800 Mitarbeitern gehandelt.

21 der insgesamt 218 Fabriken seien auf Veranlassung der von westlichen Handelsfirmen geschickten Sicherheitskontrolleure geschlossen worden. Die übrigen Fabriken hätten die Betreiber von sich aus geschlossen, da eine Modernisierung ihrer Ansicht nach die Probleme nicht gelöst hätte. Die Branche erlebe derzeit einen schwierigen Wandel, erklärte der Verband der Textilhersteller und -exporteure, der die Interessen von 4.500 Fabriken vertritt.

Khandaker Moazzem Hossain von der Denkfabrik Centre for Policy Dialoge stellte die vom Verband veröffentlichten Zahlen infrage. So seien viele der aufgelisteten Fabriken schon vor dem Einsturz des Rana Plaza am 24. April 2013 geschlossen worden. Für den Produktionsrückgang könne vielmehr die eingebrochene Nachfrage wichtiger Auslandsmärkte verantwortlich sein. Als Beispiel nannte er Deutschland und die USA.

Bei der Rana-Plaza-Tragödie kamen 1.138 Textilarbeiter ums Leben, mehr als 2.000 weitere Menschen wurden verletzt. Zahlreiche westliche Firmen hatten in dem Gebäude Kleider nähen lassen. Ermittlungen zufolge stürzte es unter dem Gewicht illegal errichteter Stockwerke und schwerer Maschinen ein.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"